Osterburg l Den Auftakt machten die Gartenfreunde des Vereins „Zur Erholung“ in Osterburg. Die Jury, bestehend aus Dieter Knoffloch (Leiter der Kommission), Annedore Schulze, Bernd Neu und dem Kreisvorsitzenden Manfred Meckel, ging kritischen Auges durch die beiden zum Verein gehörenden Anlagen „Am Bültgraben“ und „Abendfrieden“. Begleitet wurden sie von der Vereinsvorsitzenden Heike Peters sowie den Vorstandsmitgliedern Konrad Oefler, Paul Heim und Evelyn Naumoff.

Zum Verein gehören 140 Parzellen, von denen 101 bewirtschaftet sind. 39 sind nicht von Vereinsmitgliedern genutzt; einige bewirtschaftet der Verein Fakultas als Tafelgärten. In anderen leer stehenden Gärten wurden Gemeinschaftsflächen angelegt wie Heidegarten, Trockenbiotop, Spielecke für die Kinder, Insektenparadies mit Insektenhotel und Blumenwiese, eine Kräuterinsel mit Küchen- und Heilkräutern sowie ein Vogelhotel mit mehreren bunten Nistkästen und anderes. „Das sind gute Ideen, wenn man leer stehende Gärten hat und sie nicht brachliegen lassen will“, lobte Bernd Neu.

Nur wenige Mängel hatte die Kommission für die Punktevergabe zu notieren; insgesamt waren im Idealfall 200 Punkte zu erreichen. Man interessierte sich unter anderem für den Gesamteindruck der gemeinschaftlich genutzten Flächen außen und innen, den Pflegezustand der Parzellen, den Zustand nicht besetzter Parzellen, Heckenhöhen im Inneren Bereich – laut Gartenordnung 1,20 Meter – und den Umweltschutz bis zur sachgerechten Kompostierung.

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Unterschiede beim Pflegegrad

Besonders aufmerksam wurde man auf die Parzelle 4, die einen äußerst gepflegten Eindruck macht. „Dieser Gartenfreund macht sich viel Arbeit und ist immer hinter her, damit sich kein Unkraut breit macht“, wusste Paul Heim. Die Parzelle 1 dagegen wirkt ungepflegt, die Innenhecke ist viel zu hoch.

Vor allem iIn der Anlage „Abendfrieden“ befinden sich mehrere „Schnuppergärten“, die für ein Jahr kostenlos an Interessierte vergeben werden; wer einen solche Garten weiter nutzen möchte, kann Mitglied im Verein werden. In einem anderen Garten waren Fakultas-Beschäftigte bei Pflegearbeiten. In ihrem sehr bunten Garten war Rosi Teut an ihren Blumen zugange; Zeit für ein paar Worte übern Gartenzaun mit Paul Heim, Konrad Oefler und Bernd Neu war trotzdem. Manfred Meckel bemerkte abschließend: „Es geht uns im Kreisverband um den besten Kleingärtnerverein und um den besten Kleingarten. Kleingärten helfen in der Stadt soziale Spannungen zu mindern, denn sie ermöglichen mit ihren bewährten Strukturen gesellschaftliche Teilhabe und Umweltgerechtigkeit.“ Wichtig sei, dass der Verein geschlossen auftrete, und den Eindruck habe die Jury hier durchaus. „Hier sind viele Ideen der Vorsitzenden verwirklicht worden“, so Meckel weiter. „Der Verein hat sich auf die heutige Begehung gut vorbereitet. Dafür gilt dem Vorstand Dank und vor allem der Vorsitzenden Heike Peters.“

Auch Dieter Knoffloch bestätigte: „Gegenüber 2017 ist in Richtung Ordnung und Sauberkeit sehr viel getan worden.“ Und dafür bekamen die „Erholungs“-Kleingärtner nun die Quittung: 199 von 200 möglichen Punkten! Im vergangenen Jahr war der Verein auf den ersten Platz im Kreisverband gelangt und verteidigte außerdem den Pokal als bester Kleingärtnerverein der Hansestadt Osterburg. Die Osterburger sind nun für den Bundeswettbewerb nominiert. Sie werden die bundesweite Jury am 28. Juni empfangen.