Blaulichttage

Wette gewonnen: 4,5-Tonner parkt in Beuster auf vier Biergläsern

Super Wetter, viele Gäste: Mit den Lockerungen bei den corona-bedingten Kontakteinschränkungen konnten die Organisatoren und Besucher der Beusteraner „Blaulichttage“ relativ unbeschwert ein paar Festtage genießen.

Von Ralf Franke
Spannung bis zum Schluss. Knapp eine Stunde dauerte es, bis der W 50 auf vier Biergläsern geparkt war. Es sah etwas wackelig aus. Aber am Ende zählt nur das Ergebnis. Die Wette ist gewonnen. Nun gilt es, für 2022 eine neue Wettidee auszubrüten.
Spannung bis zum Schluss. Knapp eine Stunde dauerte es, bis der W 50 auf vier Biergläsern geparkt war. Es sah etwas wackelig aus. Aber am Ende zählt nur das Ergebnis. Die Wette ist gewonnen. Nun gilt es, für 2022 eine neue Wettidee auszubrüten. Foto: Ralf Franke

Beuster - Die Mitglieder vom Trägerverein des Blaulichtmuseums Beuster meldeten sich vor allem am Wochenende eindrucksvoll aus der Corona-Zwangspause zurück. Auch wenn der Jahreshöhepunkt in der Kürze der Zeit und wegen wechselnder Rahmenbedingungen wie 2020 „nur“ als „Blaulichttage“ und nicht als Festwoche organisiert werden konnte, war wohl nicht nur Vereinsvorsitzender Ralf von Hagen am Ende hochzufrieden mit dem Museumsfest im Bogen des Burggrabens. Und nicht nur damit. Denn trotz aller pandemie-bedingten Zukunftsängste gelang es den organisierten Freuden von Blaulichttechnik und sonstigen Oldtimern, den Verein am Leben zu halten und die Mitgliederzahl sogar auf 35 zu erhöhen. Dass es sich bei den neuen sechs Mitstreitern vor allem um junge Leute mit einem Händchen für Technik und Lust auf ein bisschen Abenteuer handelt, freut den Vorstand am meisten.

Was für ein Hingucker für hunderte Zaungäste. Sieben Tanker – sechs Tatra und ein W 50 – zeigten ein Einsatzszenario, das es so in der Praxis wohl nicht geben wird. Leider kam kein Regenbogen zustande.
Was für ein Hingucker für hunderte Zaungäste. Sieben Tanker – sechs Tatra und ein W 50 – zeigten ein Einsatzszenario, das es so in der Praxis wohl nicht geben wird. Leider kam kein Regenbogen zustande.
Foto: Ralf Franke

Sieben Tanklöschfahrzeuge im Einsatz

Am Mittwoch noch mit leicht angezogener Handbremse gestartet, zogen die Blaulichtfreunde am Wochenende alle Register, die in Eigenregie und ohne Veranstaltungszukäufe wie in normalen Jahren möglich waren. Abseits der auf zwei, vier, sechs und acht Rädern rollenden Raritäten aus allen Sparten, die die mobile Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte bereithält, sowie der Themenausstellungen hatten die Gastgeber unter anderem Modenschauen und Mitfahrstationen für Jung und Alt organisiert. Ein besonderes Schaubild versprachen und boten die Blaulichtfreunde mit einer Einsatzübung von sieben Tankern, von denen sechs Oldtimer waren. Eigentlich sollten es mit dem aktuellen Tanklöschfahrzeug der Perleberger Feuerwehr sieben Tatras sein. Die Arendseer Feuerwehr hatte ihre Teilnahme aber wegen Terminschwierigkeiten absagen müssen, wofür ein W-50-Löschfahrzeug des Museums einsprang. In jedem Fall war das Bild der Fontänen im Sonnenschein (leider ohne Regenbogen) auf der Wiese hinter dem Blaulichtmuseum beeindruckend und wurde mit viel Applaus belohnt.

Schräger Aufbau, aber Wette gewonnen

Spannend wurde es dann bei der Blaulicht-Wette, die die Beusteraner dem Publikum gegen einen kleinen Einsatz anboten. So behaupteten die Oldtimerfreunde, einen rund 4,5 Tonnen schweren Lkw auf vier Biergläsern parken zu können. Die Resonanz auf die Wette, bei der die Seehäuser Firma „Autos Abschleppdienst Rauch“ mit einem Kran Pate stand, war genauso groß wie die Nachfrage nach Kaffee, Kuchen, Gegrilltem, frischem Brot aus dem Buschbackofen oder nach Erfrischungen bei strahlendem Sonnenschein. Dass der Wettgewinn kein Selbstläufer war, bewiesen nach einem langen Balanceakt die leicht schrägen Stelzen aus Brettern und Biergläsern. Aber die Kranseile hingen durch, die Wette war gewonnen. Bei der Trostpreisvergabe setzten die „Losfeen“ auf den Humor des Publikums. Die drei Wellnessgutscheine hatten allerdings mehr als nur symbolischen Wert. Der Hauptpreis, ein Tagesgutschein für zwei Personen im „Loft Spa“ Wittenberge gingen an Wolfgang Vinzelberg. Die Aufrufe der Gewinner vor dem Schmersauer waren Beleg dafür, dass die Blaulichttage weit über die Grenzen Beusters und der Altmark hinaus bekannt sind.

Viele der Wettpreise gingen ins Umland. Beim Hauptpreis hatte Fortuna mit Wolfgang Vinzelberg aus Schmersau (l.) dann ein Einsehen.
Viele der Wettpreise gingen ins Umland. Beim Hauptpreis hatte Fortuna mit Wolfgang Vinzelberg aus Schmersau (l.) dann ein Einsehen.
Foto: Ralf Franke