Behrendorf l Neben dem nassen Löschangriff präsentierten sich einige Teilnehmer in Behrendorf auch beim zum Feuerwehrsport gehörenden 100-Meter-Hindernislauf. Unter anderem war eine zwei Meter hohe Eskaladierwand zu überwinden. Eine tückische Aufgabe bei diesem Wettbewerb sei auch der Verteiler, an dem ein C-Schlauch anzukuppeln ist. „Da kann man leicht aus dem Tritt geraten“, sagte Steven Lepke. Der Polkauer nahm am Ende die Gratulationen zum Sieg entgegen. Diesen verpasste er vor zwei Wochen noch sehr knapp: Bei den Landesmeisterschaften in Teutschenthal erreichte der 29-Jährige einen ausgezeichneten dritten Platz. Nur einige Zehntelsekunden hinter dem Sieger.

Für die Zuschauer auf dem Sportplatz in Behrendorf ergab sich so ein unterhaltsames Bild: Im Wechsel starteten die Teilnehmer beim Löschangriff und auf der 100-Meter-Hindernisbahn. Die Arbeitsgemeinschaft Wassersport aus Behrendorf lud am Sonnabend zum 7. Jahresabschlusstraining ein. Und Hauptorganisator Benjamin Melms zog ein positives Resümee. „Der Wettbewerb wird auch immer mehr von der Bevölkerung angenommen.“ Neben der Behrendorfer Wettkampf-Mannschaft waren die befreundeten Teams aus Giesenslage, Lichterfelde, Polkau und Buch am Start, die sich in jeweils zwei Läufen in zwei Wettbewerben präsentierten. „Hauptattraktion ist die TS 8/8“, betonte Melms. Die Teams zeigten, wie fähig eine aus der DDR-Produktion stammende Tragkraftspritze (TS) ist, auch wenn sie bedeutend langsamer arbeitet. Die Polkauer (40,81 Sekunden) landeten auf dem ersten Platz, gefolgt von Behrendorf (40,87), Buch (42,56), Lichterfelde (44,22) und Giesenslage (44,75) - alle waren nur recht knapp auseinander. Die Polkauer, die zum dritten Mal in Folge gewannen, nahmen den Wanderpokal mit nach Hause.

„Das ist eine bomben Zeit“, ahnte Hauptschiedsrichter Edgar Frank. Die Gastgeber hatten gerade ihren zweiten Lauf bei der DIN-TS beendet, in 22,06 Sekunden. Diese Zeit bedeutete für Behrendorf- wie mit der DDR-TS - den silbernen Rang. Buch (21,76) war schneller. Den dritten Platz sicherte sich Lichterfelde vor Polkau. Auf der Hindernisbahn gewann hinter Steven Lepke der Lichterfelder Fabian Weyl den zweiten Platz. Bei den Frauen freute sich Josi Weyl (Lichterfelde) über den Sieg, Zweite wurde Anja Niggemeier (Behrendorf). Benjamin Melms möchte sich im Namen der Gastgeber bei allen Teilnehmern, Kampfrichtern und Helfern bedanken.

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Die Siegerehrung ging schon traditionell im Dorfgemeinschaftshaus über die Bühne, wo die Gastgeber zudem Schwein am Spieß servierten.