Behrendorf l Der verzinkte Maschendrahtzaun im Norden des Spielplatzes war schon zu Amtszeiten von Bürgermeister Volkmar Haase gesetzt worden. Den größeren Rest hat Gemeindearbeiter Fred Schulze in den zurückliegenden Tagen an Ort und Stelle gebracht. Die Hansestadt Werben hatte Geld dafür eingestellt. So weit, so gut.

Der Verlauf des Zaunes sorgt nun für einige Aufregung. Das eingezäunte Areal sei zu groß, das Anglerheim durch den Zaun vom gepachteten Angelgewässer abgeschnitten. Und die Feuerwehr komme nur noch schlecht an die Kuhle als wichtige Löschwasser­entnahmestelle in Behrendorfs Mitte – über den Spielplatz nicht mehr und bei der zweiten möglichen Entnahmestelle sei der Weg von der Pumpe zum Wasser zu lang, sagt Benjamin Melms als stellvertretender Wehrleiter von Behrendorf. Die Pumpe von dortaus bis zur gewohnten Löschwasser­entnahmestelle am Spielplatz zu tragen, wäre für den Ernstfall nicht realisierbar: „Wir müssten sie 40 Meter durch unwegsames Gelände schleppen.“ Ein Tor im Zaun in Höhe der Bank am Anglerheim müsse deswegen unbedingt her, sagt Melms, „auch für die Angler“. Das war ohnehin geplant, sagt Bürgermeister Jochen Hufschmidt. „Von Anfang an, aber erstmal war nur das Geld für den Zaun da“, so Hufschmidt. Und der wurde vorübergehend „durchgezogen“. Was die Größe des eingezäunten Areals betrifft, verweist Hufschmidt auf die Vorgabe, dass der Zaun mindestens drei Meter vom Spielgerät entfernt sein muss. Die Feuerstelle mit einzuzäunen, war eine bewusste Entscheidung.

Den Verlauf des Zaunes mit dem Stadtrat abzusprechen, hält Jochen Hufschmidt für überzogen. „Das ist ja eine ganz normale Geschichte, ohne Planleistung“, so der Bürgermeister. Es sei ja auch im Vorhinein niemand an Hufschmidt herangetreten und habe um Mitsprache gebeten oder auf etwas hingewiesen. „Da wird erst hinterher gegen gestänkert.“ Mit den Anglern seien im Vorhinein Absprachen getroffen worden, so etwa auch darüber, dass die marode, hölzerne Umzäunung des Anglerheims gleich mit weggenommen wird. Und die Feuerwehr könne ja weiterhin über den Spielplatz ans Wasser, wenn ein Tor eingebaut ist. Oberstes Ziel des Zaunes sei, dass die Kinder vor dem Wasser geschützt werden. „Denn was ist, wenn mal etwas passiert?“, fragte gestern auch Fred Schulze vor Ort. Er sei sehr froh, dass der kaputte Holzaun endlich weg ist. Diesen alle zwei Jahre zu streichen, sei ein riesiger und teurer Aufwand gewesen. „Und wir haben ja keine ABM-Kräfte mehr wie früher.“

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Für Benjamin Melms bleibt absurd, dass Feuerplatz und Anglerheim mit dem Spielplatz eingezäunt wurden. „Sie gehören für mich eher zum Wasser. Von dortaus könnte man dann durch ein Tor zum Spielplatz. Aber jetzt stehe der Zaun ja.