Goldbeck l Irgendwie steckte da der Wurm drin. Im ersten Förderpaket für die Zuckerhalle über „Land(auf)Schwung“ reichte das Geld nicht aus, um wie avisiert damit auch die Boulderwand als Teil eines Indoor-Spielplatzes zu realisieren. Nachdem ein neuer Förderantrag positiv beschieden und der Gemeinderat Ende Oktober die Vergabe beschlossen hatte, ging allerdings die beauftragte Firma in Insolvenz. Mit „Land(auf)Schwung“ sei aber laut Simone Kuhlmann, Bauamtsleiterin der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, nun über einen Änderungsbescheid geklärt, dass die Umsetzung der Maßnahme bis Ende Mai dieses Jahres Zeit hat. „Nun müssen wir noch ein paar Regularien klären und können dann neu ausschreiben.“

Die Boulderwand, übersetzbar mit Kletterwand, soll auf der Empore der Mittelhalle der Zuckerhalle entstehen. Also quasi über den Toiletten. Die Wand wird ganz bewusst nur eine Höhe von drei Metern haben, „damit niemand mit einem Seil gesichert werden muss, damit man noch einfach auf eine Matte fallen kann“. Dafür wird Goldbecks Boulderwand aber mit 20 Metern eine beträchtliche Breite haben. Man könne dann in verschiedenen Schwierigkeitsgraden horizontal klettern. Auf jedem Quadratmeter werden etwa vier Klettergriffe angebracht, „da kommt ganz schön was zusammen“, sagt Simone Kuhl­mann. Die Matten, auf die man abspringen oder runterpurzeln kann, werden so gesichert, dass sie nicht verrutschen können. Unter welchen Bedingungen und ab wann die rund 40.000 Euro kostende Anlage genutzt werden kann, müsse indes noch ausbaldowert werden. Es gebe einige Brandschutzauflagen, „für den zweiten Rettungsweg haben wir über die Dorferneuerung einen Förderantrag gestellt, aber es liegt noch kein Bescheid vor“.

Um den Sicherheitsauflagen für die Zuckerhalle gerecht zu werden, hat die Gemeinde Goldbeck in ihren diesjährigen Haushalt 55.000 Euro an Eigenmitteln eingeplant. Kommt die Förderung, sollen 2019 insgesamt 130.000 Euro in Sicherheitsvorkehrungen investiert werden.