Osterburg l Noch einmal rückte auch die Vereinsschau ins Scheinwerferlicht. „Es war eine ganz ordentliche Ausstellung, obwohl weniger Tiere als wir geplant hatten, gezeigt wurden“, schätzte Vorsitzender Eckhard Gutowsky ein. „25 Aussteller, darunter Zuchtfreunde aus den Vereinen Goldbeck, Bismark und Werben, präsentierten 81 Tauben, 60 Zwerghühner, 35 Großhühner, 17 Enten und eine Gans.“ 80 Prozent der Tiere hätten eine sehr gute Bewertung bekommen. „Dass erstmals drei Zwerghühnerstämme zu sehen waren, war eine gute Idee, die wir unserem Zuchtfreund Hugo Haverland zu verdanken haben“, so Gutowsky weiter. „Das werden wir beibehalten und nach Möglichkeit noch erweitern, auch als Ansporn für weitere Ausstellungen. Bürgermeister Nico Schulz hat uns die weitere Nutzung der Halle in Aussicht gestellt.“

Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung der Vereinsmeister in den Zuchtsparten sowie die Übergabe der Ehrenpreise und des Wanderpokals des Bürgermeisters der Einheitsgemeinde. Der ging an Mario Kik. Diesjährige Vereinsmeister sind Herbert Brünsch für seine großen Hühner der Rasse New Hampshire goldbraun und bei den Kleinhühnern Hugo Haverland für seine Indischen Zwergkämpfer fasanenbraun; der 82-Jährige hatte insgesamt elf Zwerghühner ausgestellt, neben den Zwergkämpfern auch Zwerg-Barnefelder braun-schwarz doppelt gesäumt. Ihm war außerdem der Leistungspreis zuerkannt worden.

Vereinsmeister bei den Tauben ist Friedrich Henning mit seinen Tauben der Rasse Texaner kennfarbig hell. Hartmut Missenberger hatte für einen Hahn Asil rotbunt mit 97 von 100 möglichen Punkten das Prädikat „Vorzüglich“ und den Landesverbands-Ehrenpreis bekommen.

Kleine Anerkennungen hatte Gutowsky für die „Damen des Vereins für die fleißige Mithilfe bei der Vorbereitung der Schau, die Durchführung der Tombola und die Versorgung der Besucher“ mitgebracht.

Erfreulichen jugendlichen Nachwuchs in der Züchtergemeinschaft gab es mit der einstimmig erfolgten Aufnahme von Cindy Ott in den Verein. Die 21-jährige Osterburgerin hält seit sechs Wochen einen Stamm Großhühner der Rasse Brahma, eine alte in Nordamerika entstandene Hühnerrasse, die vermutlich in Kreuzungen von Cochin-, Malaien- und Chittagong-Hühnern ihren Ursprung hat. Wenn sie bei ihrer Zuchtarbeit Ratschläge benötige, könne Ott sich selbstverständlich an ihn wenden, bot ihr gleich der erfahrene Züchter Hugo Haverland an. Die junge Frau hatte eine seit längerer Zeit in der Gemeinschaftsanlage leer stehende Parzelle übernommen.

Ein gemeinsames Abendessen und zwangslose Gespräche in gemütlicher Runde beschlossen die Versammlung. Zuchtwart Hartmut Missenberger hatte überdies Ringbestellungen für großer Hühner und Tauben entgegengenommen.