Salzwedel (ge/me) l Zum Ende des Monats Juli sind 10 748 Männer und Frauen in der Altmark arbeitslos gemeldet. Das sind 460 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote steigt damit über die Zehn-Prozent-Marke. Konkret: 9,7 Prozent im Juni, 10,2 Prozent im Juli, was knapp über der fürs Land Sachsen-Anhalt errechneten Quote von 10 Prozent liegt.

Betrachtet man die beiden altmärkischen Kreise separat, fällt auf, dass die Arbeitslosigkeit in der Westaltmark weniger stark anstieg als im Landkreis Stendal. Während der Altmarkkreis Salzwedel mit 8,2-prozentiger Arbeitslosenquote einen der niedrigsten Werte im Land verzeichnet, liegt sie im Landkreis Stendal bei 11,7 Prozent: Höher ist die Arbeitslosenquote nur noch im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur, nennt für den Anstieg mehrere Gründe. Hauptursache seien Kündigungen in den Unternehmen zum Quartalsende im Juni, die durch die Zurückhaltung der Firmen bei Einstellungen in der Sommerurlaubszeit nicht aufgefangen werden, sowie die Arbeitslosmeldungen von jungen Leuten nach dem Abschluss ihrer Schul- oder Berufsausbildung.

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Kein Grund zur Sorge

Das sei aber kein Grund zur Sorge, denn, so Nitsch: „Dabei handelt es sich um ein rein saisontypisches Muster. Da sich der altmärkische Arbeitsmarkt grundsätzlich in einem robusten Zustand befindet, wird die erwartete Herbstbelebung die Arbeitslosenzahlen wieder sinken lassen“, prognostiziert der Arbeitsagenturchef. Was den saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen bei jungen Menschen angeht – im Juni waren 705 junge Leute unter 25 Jahren ohne Job, im Juli sind es 860 –, ist Nitsch zuversichtlich, dass diese Zahlen wieder sinken werden. „Die Firmen brauchen Fachkräfte. Von daher sind wir im engen Kontakt mit den jungen Fachkräften, um sie schnellstmöglich zu vermitteln“, sagt Nitsch.

Im Altmarkkreis Salzwedel waren im Juli 3869 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Aktuell sind in der Westaltmark 593 offene Stellen gemeldet. Gesucht werden Helfer in der Kunststoff- und Kautschukherstellung (31 Stellen), in der Lebensmittelherstellung (31 Stellen), Fachkraft Kraftfahrzeugtechnik (25 Stellen), Elektriker (25 Stellen), Fachkräfte in der Sanitär, Heizung, Klimatechnik (22 Stellen), Holz-, Möbel-, Innenausbau (17), Back-, Konditoreiwarenherstellung (17 Stellen), Maler-, Lackiererarbeiten (16 Stellen) sowie Friseure (13 Stellen).