Salzwedel l Mehrere Ortsverbindungsstraßen und eine Brücke will der Kreis 2016 ausbauen lassen. Grundlage ist die vom Kreistag beschlossene Prioritätenliste. Für die Vorhaben soll Fördergeld aus dem Programm kommunaler Straßenbau in Anspruch genommen werden. Auch die Städte und Gemeinden können davon profitieren. Die Antragsunterlagen dafür werden in den nächsten Tagen verschickt und müssen bis zum 15. Januar wieder beim Kreis eingereicht sein. Ob der Bundesfeldweg zwischen der B 190 und Ritze bereits 2016 zur Kreisstraße ausgebaut wird, hänge davon ab, ob das Baurecht hergestellt werden kann. Es stünden noch Verhandlungen mit den Eigentümern aus, erklärte Sachgebietsleiterin Simone Dräger im Kreis-Bauausschuss.

Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Stendal und Uelzen muss der Kreis sich am Herstellen von drei Bahnübergängen beteiligen. Allerdings habe die Bahn angekündigt, dass sie ein bis anderthalb Jahre für das Überprüfen der Strecke brauche. Das Geld sei vorsorglich in den Etat eingestellt, werde vermutlich aber erst 2017/2018 gebraucht. Auf eine Forderung des Kreises hin, seien die Bahnübergänge mit dem Herausnehmen der Gleise für diesen Zeitraum wieder so hergerichtet worden, dass sie problemlos befahrbar sind und auch der Winterdienst erfolgen kann.

Der weitere Umbau der Außenstellen der Kreisverwaltung in Gardelegen und Klötze sowie Investitionen in die kreiseigenen Schulen, so stellen sich die geplanten Maßnahmen im Hochbaubereich dar (siehe Info-Kasten). Sachgebietsleiterin Cornelia Steinecke erläuterte sie im Detail. Sie nehmen im nächsten Jahr den größten Umfang bei den investiven Ausgaben ein. Für zwei Vorhaben hofft der Kreis auf Fördergeld aus dem Programm Stark III.

Das Gesamtvolumen umfasst 7,5 Millionen Euro. Auch wenn ein Zwei-Millionen-Euro-Kredit aufgenommen werde, steige die Netto-Neuverschuldung nicht, weil 2,6 Millionen Euro alter Kredite getilgt werden, informierte Kreiskämmerer Matthias Baumann.