Salzwedel l Die Weihnachtszeit beginnt für die 190 Beschäftigten und 90 Mitarbeiter des Christlichen Jugenddorfes Salzwedel (CJD) schon Ende Oktober. „Wir brauchen rund vier Wochen, um alles gut vorzubereiten“, erzählte Dienststellenleiterin Gabriele Meineke am Sonnabend und fügte einige Beispiele an: Da werden im Gartenbaubereich wunderschöne Gestecke hergestellt. Holzarbeiten entstehen in der Tischlerei. Besondere Karten werden ebenfalls angefertigt. Und im Hauswirtschaftsbereich werden unzählige Plätzchen gebacken.

Da ist es der schönste Lohn, wenn die Besucher das Angebot annehmen, sagte Gabriele Meineke. Sie freute sich am Sonnabend über den riesigen Ansturm, den der 25. Adventsbasar erlebte. Bereits vor der Öffnungszeit bildete sich eine Traube vor der Tür. Der Besucherzustrom riss danach nicht ab. „Das ist richtig toll hier. Die Mitarbeiter haben sich sehr viel Mühe gegeben“, lobte Annemarie Bresch aus Salzwedel, die den Adventsmarkt zum ersten Mal nutzte. Erdmuthe Rohloff aus Maxdorf und ihre Freundin Marlies Link aus Brewitz sind schon Stammgäste, die die Einrichtung durch einen Besuch mit den Landsenioren kennengelernt haben. „Wir verabreden uns immer, um hier bummeln zu gehen. Denn es gefällt uns hier sehr gut“, erzählte die Maxdorferin. Ihre Freundin fügte hinzu: „Es ist sehr interessant, was Behinderte alles auf die Beine stellen können.“

Staunen im Wunderland

Manfred Beneke aus Salzwedel „entführte“ seine Enkelin Isabel Bock ins Wunderland. Die Fahrten der Modelleisenbahn inmitten einer winterlichen Landschaft beeindruckten die Viereinhalbjährige sehr. „Meine Frau und meine Tochter suchen derweil nach Gestecken. Da schauen wir uns etwas um“, schilderte der stolze Opa.

Bilder

Jennifer aus Binde malte derweil einen Wunschzettel aus. Ihre Mutti Nicole Nagel staunte über das Geschick. Die Wünsche seien bereits im Kindergarten zu Papier gebracht worden, verriet sie. „Ich wünsche mir einen Delfin, ein Trampolin und ein Handy“, zählte die Fünfjährige auf.

Zu sehen und zu erleben gab es sehr viel im CJD-Haus. Nach der Eröffnung im großen Speisesaal durch Gabriele Meineke, die sich auch bei den fleißigen Helfern hinter den Kulissen wie den Fahrern und den Mitstreitern in der Küche bedankte, sang der Chor der Altmark-Werkstätten weihnachtliche Weisen. Marko Scholz leitete die Sänger an. Norbert Leitel unterstützte den Auftritt mit dem Gitarrenspiel. Die Theater-Gruppe der Altmark-Werkstätten spielte vor vollem Haus. Die Jagdhornbläsergruppe Kuhfelde sorgte für musikalische Kurzweil. Das Puppentheater Noldin aus Oebisfelde erfreute die Jüngsten mit ihrem Auftritt. Und auch das Wunschkonzert mit dem Duo Saverio kam gut an.