Salzwedel l Pizza essen, Weihnachtsgebäck basteln und Bowlen gehen stand für die Kinder vom Mehrgenerationshaus am vergangenen Sonnabend auf dem Plan. Der Anlass dieser Zusammenkunft in der Kreismusikschule war aber eigentlich ein ganz anderer.

Hauptsächlich ging es um das Üben an verschiedenen Musikinstrumenten. Im Vordergrund stand eine gewisse musikalische Grundbildung an Schlagzeug, unterschiedlichen Gitarren, Cajon und verschiedenen Rhythmusinstrumenten.

Ein Projekt mit nützlichem Hintergrund

Professionelle Anleitung bekamen die Kinder von Klavierlehrer Dirk Peter Hahn, Musikstudent Karl Kindermann, Sebastian Socha von der Kreismusikschule und Michael Schulze von Aktion Musik e.V.. Die geübten Stücke, welche die Gruppe am Tagesende in einem kleinen Privatkonzert zum Besten gab, haben sich die Kinder selbst ausgesucht.

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Das gemeinsame Projekt unter dem Namen „music is everywhere“ entstand schon im vergangenen Jahr in Kooperation vom Mehrgenerationenhaus, Kreismusikschule und Aktion Musik. Es wurde erfolgreich von den Teilnehmern, Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen, angenommen und soll wie schon im Jahr zuvor, September 2014 bis Juli 2015, in wöchentlichen Workshops auch 2016 wieder stattfinden. „Der Workshop am vergangenen Sonnabend dient somit als Auftakt in das neue Projektjahr“, erklärt Falk Kindermann, Leiter der Kreismusikschule.

Finanziell unterstützt wird das Gemeinschaftsprojekt durch Fördermittel vom bundesweiten Programm „Kultur macht stark“. Gefördert werden sollen aber vor allem das Sozialverhalten und Selbstbewusstsein sozial benachteiligter Kinder. „Wir können ihnen damit Alternativen bieten und die Kinder lernen etwas wert zu schätzen. Das Projekt holt sie heraus“, erklärt Dobras.

Der Spaß kommt nicht zu kurz

Insgesamt hatten sich 17 Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren für das Musikprojekt über das Mehrgenerationenhaus angemeldet. „Die Kinder fragten schon in der Sommerpause, wann es denn endlich wieder losginge“, sagte Sebastian Dobras. Die zehnjährige Sulav Hassan war jedenfalls begeistert: „Es macht einfach Spaß. Alle Kinder können mitmachen, egal welcher Herkunft.“ Sie spiele gern Gitarre, ein bisschen am Klavier und war auch im vorigen Jahr schon mit dabei, erzählt sie weiter.

Der Tagesablauf war gut durchdacht. Im ersten Teil des Workshops wurden die Instrumente vorgestellt und es wurde daran geübt.

Der frühe Nachmittag galt erstmal anderen Beschäftigungen. So stand neben den Musikeinheiten auch zur Abwechslung Bowling und das Basteln von Weihnachtsgebäck auf dem Programm. Dann kam der zweite Teil des Workshops und 17 Uhr dann die Ergebnispräsentation. Danach gab es eine kleine Aftershowparty für alle Teilnehmer. Ein gelungener Tag für alle.