Salzwedel l Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, hat eine positive Zwischenbilanz des Salzwedeler Weihnachtsmarktes gezogen. „Nachdem uns das Wetter beim Start einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, sind wir mit der Entwicklung zufrieden. Besonders das vergangene Wochenende ist sehr erfolgreich verlaufen“, sagte Fischer gegenüber der Volksstimme.

Er gehe deshalb davon aus, dass die Werbegemeinschaft keinen Verlust machen wird, zumal noch ein verkaufsoffener Sonntag vor der Tür steht. „Wir hoffen, dass noch einmal viele Menschen in die Innenstadt kommen und dann auch den Weihnachtsmarkt besuchen “, sagte Jost Fischer.

Der Weihnachtsmarkt war am 27. November eröffnet worden. Am kommenden Sonntag endet er.

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Eisbahn wertet Markt auf

Vor allem die Eisbahn habe sich als Attraktion erwiesen und den Markt aufgewertet. Der große Vorteil: Auf Grund ihrer technischen Ausstattung sei sie von den anhaltend hohen Temperaturen unabhängig und verursache keine Mehrkosten. Auch die Aufbereitung des Eises und der Schlittschuhe mache nach anfänglichen Schwierigkeiten keine Probleme mehr.

Die Kunsteisbahn kommt bei den Gästen offensichtlich so gut an, dass die Werbegemeinschaft auch im nächsten Jahr nicht auf sie verzichten möchte. Laut Jost Fischer denke man sogar darüber nach, sie zu kaufen, anstatt sie zu mieten. „Das kann der Vorstand aber erst im Januar entscheiden, wenn wir die konkrete Bilanz des Weihnachtsmarktes auf dem Tisch haben. Dann ist klar, welchen Weg wir gehen werden“, sagte der Vorsitzende.

Ausgezahlt habe sich ebenfalls die Zusammenarbeit mit einem Energie-Unternehmen. Dadurch können zum Beispiel Schulklassen zu einem Sonderpreis von einem Euro aufs Kunsteis. Regulär zahlen Kinder dagegen drei Euro, Erwachsene sechs. Schlittschuhe werden vor Ort verliehen „Aber nicht nur Kinder und Jugendliche nutzen das Angebot. „Auch die älteren Gäste sind gerne auf der Bahn unterwegs“, erzählte Jost Fischer.

Kunsthandwerk rechnet sich nicht

Allerdings seien einige seiner Kunden von der Vielfalt des Angebots nicht vollends begeistert, erzählte Otto Wüstemann. Der Salzwedeler Geschäftsmann ist ebenfalls Mitglied der Werbegemeinschaft und betreibt einen Glühweinstand. „Einige vermissen zum Beispiel Stände, die Kunsthandwerk anbieten“, erzählt er.

Dass diese Anbieter fehlen hat jedoch einen einfachen Grund: In der Vergangenheit haben sie zu wenig Zuspruch von Kundenseite erhalten und in Salzwedel kein Geld verdient. „Die Bastelstände haben zum Beispiel leider keinen Umsatz gemacht. Deshalb haben wir in diesem Jahr auf sie verzichtet“, ergänzt Jost Fischer.

Auf die Besucherzahlen hat das fast schon frühlingshafte Wetter im Übrigen so gut wie keinen Einfluss. Sie ähnelten denen der Vorjahre. Ein Rückgang ist nicht zu verzeichnen. „Das zeigt, dass wir eine insgesamt gute Veranstaltung organisiert haben“, sagte Otto Wüstemann.

Einen Unterschied gäbe es nur hinsichtlich der Trinkgewohnheiten: „Der Glühwein fließt nicht in den gewohnten Mengen, stattdessen werden andere Sachen konsumiert“, sagte Otto Wüstemann.