Salzwedel l Der Rathausturmplatz soll von der Seite Optiker Apel zur Neuperverstraße ein künstliches Gefälle von 13,5 Prozent erhalten. Die Maßnahme koste rund 228 000 Euro, erklärte ein Stadtsprecher auf Nachfrage der Volksstimme. Allerdings könnten die Kosten noch steigen, wenn es im Zuge der Bauarbeiten zu archäologischen Grabungen käme. „Wir vermuten, dass sich unter dem Platz Gebäudereste befinden“, äußerte sich ein Experte aus dem Bauamt.

Perspektivisch kann die Stadt jedoch mit dieser Baumaßnahme reichlich Geld sparen. „Die verkrüppelten Bäume kosten im Schnitt 300 Euro weniger als gerade Tannen. Das bedeutet, dass wir in nur 760 Jahren die Investition wieder raus haben, da wir beim Baumkauf sparen“, rechnet ein Mitarbeiter der Kämmerei vor.

Der Stadtbedienstete hofft außerdem, mit der Sparmaßnahme bei seiner künftigen Chefin Punkte sammeln zu können.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Zur ersten Vor-Ort-Beratung trafen sich am gestrigen Mittwoch ein Vertreter der Stadt und Michael Schiefer-Platz vom Berliner Planungsbüro BER.

Während des Gespräches zeigte der Bauingenieur einen weiteren Vorteil auf, den ein Rathausturmplatz mit Gefälle biete. „Wir haben in Berlin bereits mehrere geneigte Plätze gebaut und konnten beobachten, wie weggeworfene Flaschen direkt in die Gosse gerollt sind. Für den Rathausturmplatz erwarten wir als zentralen Salzwedeler Platz mit reichlich Trinker-Publikumsverkehr den gleichen Effekt“, erklärt der Planer.

Der Stadtvertreter ergänzte, dass das Gefälle von 13,5 Prozent außerdem dafür sorge, dass alle Person, die zu stark einen im Tee haben, vom Platz fallen. Die Stadt würde dementsprechend mit der Baumaßnahme zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – die schiefe Tanne und die Ordnung auf dem Platz im Sommer.

Auf Seiten der Kommunalpolitik herrscht indes Skepsis gegenüber dem Projekt. Da müsse noch einmal in Ruhe darüber gesprochen werden, bei einem Bierchen auf dem Rathausturmplatz, meinte ein Stadtrat gegenüber der Volksstimme.

Als Zeitungsente wird eine Falschmeldung bezeichnet. Die Redaktion nimmt sich in der Rubrik „Altmark-Geschnatter“, deren Inhalt erfunden ist, dieser Darstellungsform auf humorvolle Art an. Außerdem möchten wir deutlich sagen, dass wir dem Spender des Weihnachtsbaumes danken. Ohne ihn stünde nämlich gar keine Tanne auf dem Platz.