Beetzendorf l Mehr als 20 Grad sind für den Himmelfahrtstag und das kommende Wochenende angesagt. Temperaturen, die durchaus schon einmal zum Sprung ins kühle Nass locken. Doch die meisten Freibäder haben noch geschlossen. Bis auf das Beetzendorfer Stölpenbad, hier ist die Saison dank des beheizten Wassers in den Becken seit Montag eröffnet. Pünktlich um 10 Uhr öffneten Schwimmmeister Claus Müller und Bürgermeister Lothar Köppe die Tore, vor denen sich schon etliche Badelustige versammelt hatten. Darunter vor allem die Frühschwimmer, die es kaum erwarten konnten, in Badehose beziehungsweise -anzug zu steigen und erstmals seit sieben Monaten wieder Runden durchs Becken zu drehen.

Der erste, der seinen Fuß ins Wasser setzte, war Udo Quickenstedt. „Angenehm warm“, befand der Beetzendorfer. Immerhin 24 Grad Wassertemperatur zeigte das Thermometer an. In den nächsten Tagen soll dank der Wärmezufuhr aus der benachbarten Biogasanlage die Zielmarke von 28 Grad erreicht werden.

Das erste, was den Schwimmern auffiel, war die Uhr auf dem historischen Sprungturm von 1932. „Die geht ja wieder“, staunten die Badegäste. Dafür gesorgt hat der Bandauer Burkhard Schulz, der sich mit Uhren auskennt und das gute Stück repariert hat. „Dafür bedankt sich die Gemeinde mit einer Jahreskarte. Die Uhr steht jetzt nicht mehr ständig auf um zwölf, so dass jeder pünktlich zum Mittagessen nach Hause kommt“, meinte Lothar Köppe schmunzelnd zu den Frühschwimmern, die an der Reparatur „nicht ganz unschuldig gewesen sind“.

Sonnenblende für Planschbecken geplant

Zu den ersten Gästen gehörten am Montagvormittag auch die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte. Sie wagten sich aber noch nicht ins Wasser, sondern nahmen das Geschehen vom Beckenrand aus unter die Lupe. Am wiedereröffneten Kiosk, der die Besucher jeweils während der Öffnungszeiten des Bades mit Speisen und Getränken versorgt, bekam jeder ein leckeres Eis.

Die Augen der Kinder gingen aber nicht nur in Richtung Becken, sondern auch zu der neuen Spielkombination, die auf der Freifläche installiert wurde. „Die ist pünktlich zum Saisonbeginn fertig geworden und abgenommen worden. Als letztes wurde die Leiter angebaut“, informierte Lothar Köppe.

Auf der Wunschliste der Gemeinde steht jetzt noch eine Sonnenblende am Planschbecken für die Jüngsten, die etwas Schatten spenden soll. Der Parkplatz des Bades dagegen präsentiert sich dank des Einsatzes der Gemeindearbeiter schon jetzt in einem ausgezeichneten Zustand. Eine zehn Zentimeter starke Schotterschicht wurde aufgetragen und planiert, so dass die Löcher verschwunden sind. Und auch die Teile für die geplante Schranke wurden inzwischen geliefert. Sie soll das Areal außerhalb der Öffnungszeiten für Dauerparker und Laster absperren.