Einzelhandel

Aktionen beleben die Salzwedeler Innenstadt

Die zweite Auflage von „Salzwedel rockt, Salzwedel shoppt“ belebte am Sonnabend die Salzwedeler Innenstadt. Das Konzept von Einkaufen, gepaart mit Musik und Erleben, ist erneut aufgegangen.

Milena Mattausch (5) aus Altensalzwedel ließ sich von Yvonne Essebier fantasievoll schminken, während sich die anderen Kinder noch gedulden mussten.
Milena Mattausch (5) aus Altensalzwedel ließ sich von Yvonne Essebier fantasievoll schminken, während sich die anderen Kinder noch gedulden mussten. Foto: Oliver Becker

Oliver Becker und Antje Mewes - Salzwedel

Das Angebot ist auch bei der zweiten Runde gut angenommen worden, trotz heißen Sommerwetters. Die Aktion „Salzwedel rockt, Salzwedel shoppt“ der Werbegemeinschaft zog am Sonnabend abermals jede Menge Publikum an. Das Angebot reichte von Musik in der Innenstadt über eine Versteigerungsaktion bis hin zu verschiedenen Angeboten für Kinder. „Wir sind zufrieden. Die Zusammenarbeit mit dem Altmarkkreis war auch super“, sagte Werbegemeinschaftschef Jost Fischer. Gemeint ist das „Impfen to go“ auf dem Rathausturmplatz, das der Altmarkkreis erstmals angeboten hatte und das mit 168 Impflingen als Erfolg verbucht werden konnte.

Gleich nebenan versteigerte Jost Fischer die Kräutertöpfe, die in den vergangenen zwei Wochen bei „Salzwedel schmeckt mir“ in 30 Geschäften zu finden waren. Daran schloss sich die Verlosung hochwertiger Sachpreise an. Gewinnen konnte sie, wer sich in beteiligten Geschäften einen Coupon geholt und diesen richtig ausgefüllt hatte. Dabei war Kräuterkunde gefragt. Denn es galt zu erkennen, welches Gewürzkraut die Ladeninhaber vorrätig hatten. Verschiedene „Glücksfeen“ zogen die Gewinner.

Auch an die Jüngsten war gedacht. Im Burggarten hatten die Akteure von „Freizeitspaß Altmark“ ein Animationsprogramm vorbereitet, begleitet von Musik mit DJ Else. Damit machte den Kindern die Einkaufstour gleich doppelt so viel Spaß.

Schon seit geraumer Zeit können die Passanten beobachten, dass sich in der Kneipe Stadtmitte an der Burgstraße etwas tut. Yvonne Schröter, Tochter des ehemaligen Kneipenbetreibers Hartmut Schröter, und ihr Lebensgefährte Enrico Dannies haben sich der Traditionskneipe, die auch als Pup-Schröter vielen Generationen von Salzwedel bekannt sein dürfte, angenommen und sanieren die alten Räumlichkeiten umfassend. Wobei sie versuchen, soviel wie möglich von ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten.

Erstes Hoffest

Am Sonnabend stand nun das erste Hoffest auf dem Grundstück zwischen der Burgstraße und der Stammjeetze an. Eingebettet in das Geschehen von „Salzwedel rockt – Salzwedel shoppt“. Dabei war der Nachmittag zunächst den Kindern vorbehalten. Auf dem großräumigen Areal konnten diese spielen, toben oder zur Musik der Kinderdisco das Tanzbein schwingen. Eine Springburg war aufgebaut, ein Kickertisch lud zum Tischfußball ein, und am Schminkstand von Yvonne Essebier konnten sich die Sprösslinge fantasievoll schminken lassen.

Bei Enrico Dannies, seiner Lebensgefährtin und den zahlreichen Helfern war zu diesem Zeitpunkt die Anspannung etwas gewichen. Besonders in Zeiten unter besonderen Bedingungen gab es so vieles zu beachten. Und die beiden Salzwedeler wollten bei ihrem Start in das Gastronomiegewerbe keine Fehler machen. Andere Gastronomen und Bekannte standen ihnen letztendlich bei den Vorbereitungen mit Rat und Tat zur Seite, informierte Dannies. Dafür war er ihnen und auch den Helfern sehr dankbar, betonte er.

Kneipe öffnet

Der Abend war dann für die Erwachsenen reserviert. Bei Musik vom DJ Team JPD konnte gespeist, getrunken und erzählt werden. Das nächste Mal öffnet die Kneipe am 10. September. Während in seinem Brauhaus an der Altperverstraße das Wagen & Winnen-Wochenende feierlich eröffnet wird, steht für die Gäste die Kneipe an der Burgstraße ebenfalls offen.

Offiziell soll sie im Herbst für die Besucher regelmäßig geöffnet werden, so die Salzwedeler Junggastronomen. Sie hoffen, dass ihnen die Pandemie keinen Strich durch diese Rechnung macht und die vierte Coronawelle alle Planungen und Hoffnungen wieder einmal hinwegspült.

Die Springburg im hinteren Teil des Hofes der Gaststätte Stadtmitte erfreute sich bei den Kleinen großer Beliebtheit.
Die Springburg im hinteren Teil des Hofes der Gaststätte Stadtmitte erfreute sich bei den Kleinen großer Beliebtheit.
Foto: Oliver Becker
Verena Kröhn und ihr Sohn Matthias erhielten von Sebastian Bartels die Urkunde über ihren ersteigerten Kräutertopf.
Verena Kröhn und ihr Sohn Matthias erhielten von Sebastian Bartels die Urkunde über ihren ersteigerten Kräutertopf.
Fotos (2): Antje Mewes