Salzwedel l Die Eröffnung des Herzkatheterlabors als Teil der im April eingerichteten kardiologischen Abteilung am Krankenhaus Salzwedel sei ein Meilenstein für die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Altmarkkreis, sagte Wolfgang Beck, Abteilungsleiter im Landes-Sozialministerium am Mittwochnachmittag in einer Festveranstaltung. Gerade in einem Flächenlandkreis, wie der Westaltmark, würden sich dadurch die Wege für die Patienten verkürzen, denn gerade bei Herzerkrankungen zähle oft jede Minute. Beck war als Stellvertreter der Aufsichtsratsvorsitzenden der Salus-Altmark-Holding und Sozialstaatssekretärin Beate Bröcker nach Salzwedel gekommen.

Mit Chefarzt Dr. Stefan Rossa und seinem Team sei es gelungen, Experten zu gewinnen, die in der Lage seien, die moderne Technik zum Wohl der Patienten einzusetzen, betonte Beck.

Komplizierte wirtschaftliche Lage

Auf die wirtschaftlich komplizierte Lage der Krankenhäuser mit zwei Standort im Altmarkkreis wies Landrat Michael Ziche hin. Die eingeschlagene Strategie, mit der Fusion zur Salus-Altmark-Holding sei richtig. Er erwarte sich weitere Impulse von der Politik zur Sicherstellung der Kliniken. Ein Punkt dabei sei die Investitionsfinanzierung seitens des Landes. Das neue Herzkatheterlabor sei mit Eigenmitteln des Altmark-Klinikums eingerichtet worden. Dafür ist ein Kredit aufgenommen worden, der nun refinanziert werden müsse, erklärte er.

In diesen Sachverhalt hakt eine Petition des Betriebsrates und der Mitarbeiter ein. Sie ist an Sozialministerin Petra Grimm-Benne und die Aufsichtsratsvorsitzende Beate Bröcker gerichtet. In dem Papier wird eine vollumfängliche Finanzierung der Investitionen in das Altmark-Klinikum gefordert, wie es das Krankenhausgesetz im Paragraf 9 Absatz 1 und 2 vorsehe. Als Beispiele werden das Herzkatetherlabor, die Einrichtung des Mutter-Kind-Zentrums in Gardelegen oder der Umbau der Intensivstation in Salzwedel genannt. Überwiegend finanziert vom Altmark-Klinikum selbst. Und deshalb schulde das Land für die Jahre 2013 bis 2018 den Krankenhäusern im Altmarkkreis zwölf Millionen Euro.

Investitionsstau entstanden

Weil die gesetzlich verbrieften Finanzen vom Land nicht zur Verfügung gestellt wurden, sei ein Investitionsstau entstanden, heißt es weiter, mit dem Verweis auf eine immer schneller erforderliche Anpassung an die medizinische und technische Entwicklung. Diese seien künftig aus Eigenmitteln nicht mehr zu finanzieren.

Der Ausstieg aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband sei dahingehend keine Lösung. Dadurch verschlimmere sich die Situation, weil damit die Attraktivität für potenzielle Fachkräfte genommen werde, heißt es unter anderem in der Petition.