Salzwedel l Wenn zumindest eine der vielbefahrenen städtischen Durchfahrtsstraßen bald wieder frei ist, werden wahrscheinlich viele Pendler und Salzwedeler merklich aufatmen. Auf der Baustelle Altperverstraße geht es sichtlich voran. „Die Komplettierung der Gosse steht derzeit auf dem Plan“, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler auf Nachfrage der Volksstimme. Die Baufirmen bringen nun auch die Schottertragschicht auf und erledigen weitere Erdarbeiten. Parallel werde an den Gehwegen sowie an einem Pumpenschacht gearbeitet, berichtet Köhler weiter.

Die für Verkehrsteilnehmer wahrscheinlich wichtigere Nachricht des Stadtsprechers betrifft die neue Fahrbahn. Diese wird 6,50 Meter breit sein. „Es ist geplant, Anfang Dezember die Schwarzdecke aufzubringen“, sagt Köhler und betont allerdings auch, dass die Arbeiten von der Witterung abhängen. Dennoch gehe die Stadtverwaltung davon aus, dass „die Fertigstellung und Freigabe der Straße zum Jahresende erfolgen kann“.

Anwohner vor Ort sehnen die Verkehrsfreigabe schon länger herbei. „Es wäre schon schön, wenn ich einfach wieder auf mein Grundstück fahren könnte“, berichtet eine Anliegerin, die ihr Auto derzeit außerhalb der Baustelle parken muss.

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Zu den abschließenden Kosten für den Ausbau der Altperverstraße kann der Stadtsprecher noch keine Angaben machen. Dazu werde die Erstellung der Schlussrechnung abgewartet. Im Herbst 2018 hatte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich bei der Vorstellung des Bauprojektes die Kosten mit 950 000 Euro angegeben. Die Anlieger der Straße müssen sich nach aktueller Rechtslage mit 237 000 Euro daran beteiligen. Das wollen allerdings nicht alle. Andreas Köhler bestätigte, dass es Anwohner gebe, „die von ihrem Recht auf Widerspruch Gebrauch gemacht haben“. Eine genaue Anzahl der Widersprüche nannte der Stadtsprecher nicht.

Für die zweite Großbaustelle im Stadtgebiet sind konkrete Zahlen bekannt. Dort haben sich 28 Betroffene gemeinsam an einen Rechtsanwalt gewandt, der sie beim Einlegen der Widersprüche gegen die Bescheide unterstützt (Volksstimme berichtete). Hoffnungen auf eine Abschaffung der Beiträge flammten jüngst auf, als sich Vertreter von Bürgerinitiativen in Magdeburg mit den Spitzen der CDU-Landtagsfraktion trafen. Mittlerweile plädiert auch diese Partei für die Abschaffung.

Unterdessen müssen sich Anwohner und Pendler an der Altperverstraße in den kommenden zwei Wochen noch einmal auf Verkehrsbeschränkungen einstellen. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Einmündung Altperverstraße/Chüdenstraße/Am Chüdenwall ab dem morgigen Donnerstag, 14. November, bis Sonnabend, 30. November, voll gesperrt. Die Zufahrt zum Stadtzentrum wird nach Angaben der Stadtverwaltung über die Brückenstraße, Neutorstraße und die Kreuzung am Amtsgericht ausgeschildert.