Arendsee l Die Diskussion gibt seit Längerem, sie wird immer mal wieder aktuell: Soll das Strandbad weiterhin einen Zaun haben oder wäre es ohne diese Konstruktion einladender für Gäste? In Form von Internetbewertungen wurde in der Vergangenheit mehrfach ein Abbau gefordert – für einen freien Blick auf den See und auf Sonnenuntergänge. Eine klare Antwort darauf gab es während des jüngsten Wirtschaftsausschusses.

Sonja Nowak, Vize-Geschäftsführerin der Luftkurort Arendsee GmbH, hält den Zaun für absolut notwendig und nannte Beispiele dafür. So war es im Frühjahr möglich, als aufgrund von Corona kein normaler Badebetrieb erlaubt wurde, Spaziergänge auf dem Areal zu unternehmen. Eintritt war keiner fällig.

Dies nutzten einige Besucher im negativen Sinne aus. Sie hinterließen viel Müll. Dieser musste entsorgt werden, es entstand mehr Arbeit für die GmbH. Hinzu kam: Unbekannte versuchten offenbar, ein Lagerfeuer auf der Tribüne zu entfachen. Glück im Unglück: An der Konstruktion, die aus vielen Holzteilen besteht, entstand kein größerer Schaden.

Die Unfallgefahr ist gebannt

Außerdem gab es den Sommer über immer wieder Probleme mit Scherben. Diese stammen von zerschlagenen Flaschen und lagen im Wasser. Inzwischen wurden diese entfernt. Dies übernahmen Taucher, die am Strandbad nach Munition suchten. Sie säuberten dabei zudem gleich den Uferbereich. Möglichkeiten, das Gelände auch außerhalb der Saison zu betreten, gibt es nicht mehr. Anders als in den Vorjahren bleiben die Türen für Spaziergänger geschlossen. Dies hat auch versicherungstechnische Gründe.

Mit Blick auf das nächste Jahr wartet eine weitere Herausforderung auf das Strandbad-Team. Durch den gesunkenen Wasserstand ist das Nichtschwimmer-Becken praktisch nicht mehr existent. Es ist auch schwierig, den Bereich zu verlegen. Denn direkt dahinter befindet sich eine Abbruchkante, es geht mehrere Meter steil in den See hinab.