Arendsee l Herbst und Winter gelten in Sachen Eichenprozessionsspinner als ruhige Zeit. Doch der nächste Frühling kommt und spätestens dann werden die Brennhaare wieder zur Gefahr. Sie schweben durch die Luft und können gesundheitliche Folgen haben. Bei Menschen gehören allergische Reaktionen auf der Haut genauso wie Atemprobleme dazu. Auch in der Einheitsgemeinde Arendsee wird seit Jahren versucht, den Eichenprozessionsspinner zurückzudrängen.

Und es gibt Bedarf, die Anstrengungen auszuweiten. Zum Beispiel in Kaulitz, sagte Uwe Lahmann, Ortsbürgermeister in der Stadtratssitzung. Dort stehen etlichen Eichen, die im nächsten Frühjahr ebenfalls behandelt werden müssen. Sie kommen auf die Bekämpfungsliste der Stadt.

Die Population bleibt weiter stabil

Diese variiert von Jahr zu Jahr nur wenig, wie Haupt- und Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen auf Nachfrage im Nachgang des Stadtrates erklärte. Die Anzahl der Bäume, die bespritzt wurden, lag 2020 bei rund 700 kommunalen Gehölzen. Für die Einheitsgemeinde ist dies eine verlässlich stabile Zahl. Von einem erhofften Rückgang der Population könne rund um die „Blaue Perle“ keine Rede sein. Und so steht ein bekanntes Prozedere 2021 erneut an. Eine Fachfirma wird beauftragt, die im Frühjahr Bäume vom Boden aus behandeln wird. Dabei gilt es auch präventiv vorzugehen. Nicht jedes dieser Exemplare ist akut befallen. Es wird von Ort zu Ort entschieden. Wenn sich der Schädling zum Beispiel an mehreren Bäumen einer Gruppe bereits ausgebreitet hat und ein Exemplar noch unberührt ist, werde dieses vorsorglich gleich mitbesprüht. Ein Schwerpunkt bildet der Bereich Fleetmark. Auf ein Absaugen wird nach Möglichkeit verzichtet, da es viel teurer ist. Auch das Bekämpfen aus Düsen, die an einem Hubschrauber angebracht ist, werde auf kommunaler Ebene aus finanziellen Gründen verzichtet. Das Land nutzt die Möglichkeit, aus der Luft zu agieren für die Wälder der Region. Es unterstützt zudem Arendsee finanziell.

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Bevor bekämpft wird, gibt es vor Frühjahrsbeginn seitens der Stadt einen Aufruf. Private Baumbesitzer können sich dann im Rathaus melden. Sie müssen das Bekämpfen zwar selbst bezahlen, es ist aber etwas günstiger, da die Fachfirma eine Vielzahl von Gehölzen behandelt. Privatbesitzer können sich je nach Bedarf mit einklinken.