Arendsee l Ist der Unterricht vom Wohnzimmer- oder heimischen Schreibtisch aus in der Pandemie leistbar oder sind die Klassenräume mit Tafeln unverzichtbar? Es gibt durchaus unterschiedliche Meinungen. Die Grundschule Arendsee ist wie viele weitere Bildungsstätten auf der Suche nach Lösungen. Dabei soll eine Umfrage helfen.

„Zunächst möchten wir uns als Team der Grundschule bei Ihnen für Ihre unermüdliche Unterstützung in der aktuellen Situation bedanken. Die aktuelle Pandemie fordert von Ihnen, Ihren Kindern und von uns viel Kraft, Geduld und Durchhaltevermögen“, wendet sich Schulleiterin Carina Schmidt an die Eltern und erklärt weiter: „Sie können uns glauben, auch wir hätten die Kinder lieber in der Schule, um täglich gemeinsam den Entwicklungs- und den Lernprozess zu meistern.“

Erfahrungen werden gebündelt

Doch dies dauert noch. In der Bildungsstätte wird versucht, die Erfahrungen zu bündeln und daraus zu lernen. „Wir tun unser Bestes“, schätzt Carina Schmidt im Gespräch mit der Volksstimme grundsätzlich ein. Gewollt ist eine Bewertung der Eltern. Dafür wurde ein Fragebogen auf der Internetseite der Einrichtung veröffentlicht.

Die Eltern werden gebeten, zwei Seiten auszufüllen. Dies kann mit Namen, aber auch anonym erfolgen. Gefragt wird zum Beispiel, wie zufrieden die Betroffenen mit der Organisation seitens der Schule sind. Die Skala reicht von eins (schlecht) bis zehn (besser geht nicht). Es sollen aber nicht nur Kreuze gemacht werden.

Auch kurze Formulierungen, was gut funktioniert beziehungsweise was verbesserungswürdig ist, sind erwünscht. Zudem wird das Übermitteln der Arbeitsergebnisse sowie die Rückmeldungen seitens der Pädagogen zum Thema. Genauso wie die Frage, welchen Umfang das sogenannte Homeschooling (Hausunterricht) täglich einnimmt. Es soll ein durchschnittlicher Wert angegeben werden.

Eltern sollen Meinungen äußern

Zudem können Eltern den Umfang der Arbeiten sowie die Hilfen der Lehrkräfte bewerten. Mit den Fragen „Was erwarten Sie von uns, wenn die Schulen wieder geöffnet werden?“ und „Was können wir verändern?“, endet der Bogen. Dieser kann ausgefüllt bis zum 28. Februar abgeben werden. Dies ist per E-Mail unter der Adresse grundschule-arendsee@t-online.de möglich. Die Zettel können natürlich auch ausgedruckt und dann in den Schul-Postkasten gesteckt werden.

Deutlich wurde in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder: Ohne ausreichende digitale Möglichkeiten ist es noch schwerer. Die Grundschule hat 17 Tablets bekommen. Das digitale Ziel kann damit aber noch nicht erreicht werden. Wie Carina Schmidt auf Nachfrage deutlich machte, sind weitere Investitionen gewünscht. Dazu gehören schnellere Internetverbindungen im Gebäude sowie digitale Tafeln. Ein Umsetzen des viel diskutierten „Digital Paktes Schule“ wird in der Kommune herbeigesehnt.

Die Einheitsgemeinde beteiligt sich als Träger der Einrichtung. Das Überwinden aller behördlichen Hürden verlangt allerdings weiter Geduld. 2021 sollen die nötigen Investitionen aber erfolgen. Dies wird seitens der Verwaltung bei öffentlichen Gelegenheiten häufig verkündet.

Im Haushaltsentwurf ist dafür Geld eingeplant. Für die Grundschulen in Arendsee und Fleetmark insgesamt 164 900 Euro. Damit soll ein moderner digitaler Stand erreicht werden. Die Kommune kann auf Fördermittel zurückgreifen. Und zwar in Höhe von 123 200 Euro. Den restlichen Betrag übernimmt die Kommune.