Arendsee l „Ja, eigentlich suchen wir noch Unterstützung für die Tourist-Information, wenn der Saisonbetrieb und zudem die Kassierung der Kurtaxe so richtig anfängt“, sagte Geschäftsführerin Sonja Nowak. Das hatte sie auch schon während der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und GmbH-Angelegenheiten betont.

Aber, so schränkte sie ein, das Personalmanagement hänge stark davon ab, ob und wann der seit einem Jahr erkrankte GmbH-Chef Michael Meyer wieder in den Dienst trete. Denn dann könne Katrin Schrader von den Aufgaben in der Firmenleitung entbunden und wieder zurück in die Tourist-Information.

Hoffnung auf Sonne

Doch all das ist nach wie vor noch völlig offen. Zurzeit hat die Einrichtung wieder an den Werktagen von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Den Service sichert Saisonkraft Marion Gerle ab, mit Unterstützung von Schrader. Sie und Sonja Nowak gehören ebenso wie Meyer, Schwimmmeister Dan-Peter Weber und Jörg Hefekerl zu den fünf Festangestellten der GmbH. 16,1 Mitarbeiter sind Saisonkräfte.

Sonja Nowak hat die Saisonvorbereitungen im Blick. „Hoffentlich wird das Wetter besser als 2017 und die Sonne scheint“, sagte sie. Sie managt die Personaleinstellungen und Arbeiten im Strandbad und auf dem Campingplatz.

Warten auf die Camper

Dort fallen noch nötige Sturmholzaufarbeitungen an. „Bis 1. April muss alles erledigt sein, denn dann beginnt die Saison auf dem Platz“, informierte sie die Ausschussmitglieder. Lautes Motorsägen dürfen dann nicht mehr sein. 300 Dauercamper und 120 Tagescamper würden erwartet.

Neu auf dem Platz sei, dass die GmbH nicht mehr selbst den Konsum betreibe. Den habe Campingklausenwirt Detlef Gergel übernommen.

Verhandlung wegen Pacht

Ein Problem ganz anderer Art sprach Ausschussvorsitzender Jens Reichardt an: Die Stadt hat eine Fläche auf dem Campingplatz vom Landesforstbetrieb gepachtet. Für das eine Hektar große Areal am Ende des Platzes hinter der Wagenstraße mussten bisher rund 1500 Euro bezahlt werden. In diesem Jahr solle sich die Pachtsumme aber erhöhen. Man wisse noch nicht, um wie viel. Vorsorglich seien im Wirtschaftsplan 6000 Euro als Ausgabe eingeplant.

Reichardt regte an, die Fläche zu kaufen, wenn das finanziell günstiger sei. Oder auf den Streifen Land zu verzichten. Dagegen spricht, dass dort 60 bis 80 Camperdomizile stehen.

Keine Antwort

Außerdem habe es vom Landesforstbetrieb bisher noch keine Antwort auf die Nachfrage der Stadt beziehungsweise der GmbH gegeben, hatten Sonja Nowak und Eigenbetriebschefin Monika Günther dargestellt. Wenn nach einer erneuten Anfrage noch immer keine Reaktion erfolge, solle direkt ein Termin mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie vereinbart werden.