Arendsee l „Es soll und darf eigentlich nicht passieren, aber es ist nun mal geschehen“, zeigte Uwe Walter, Vorsitzender des Fördervereins Kloster Arendsee, besorgt. Der Unfall mit dem Ast, der am Sonnabend, 25. Juli, kurz vor einer Theateraufführung auf die Zuschauer-Reihen krachte, zieht weiter Kreise. Ernst Pengel, der in Arendsee einen Gartenbaubetrieb betreibt, schaute sich mit dem Vereinschef den Baum ganz genau an. Uwe Walter informierte im Anschluss, wie es nun weiter gehen soll. Die Buche kann stehen bleiben, bekommt aber Pflegeschnitte verpasst. Durch ein Ausästen kann das Risiko verringert werden. Genau dies hat der Verein vor.

Sicherheit zu 100 Prozent gibt es aber nicht. So war beim abgebrochenen Ast, vor dem die Besucher flüchten konnten und nicht verletzt wurden, kein Schaden erkennbar. Ernst Pengel vermutet: Der Baum wurde wohl unbemerkt bei einem Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kam die Trockenheit. Um die Unfallgefahr zu minimieren, rückt aber nicht nur die Buche in Blickfeld. Die übrigen Gehölze werden in den nächsten Tagen ebenfalls überprüft. Wenn nötig, wird auch dort gehandelt.

Plötzliches Krachen

Denn solch ein Vorfall wie vor Kurzem soll sich nicht wiederholen. Ein plötzliches Knacken kündigte das Unheil an. Die Besucher, die bereits auf dem Gelände Platz genommen hatten und auf den Beginn des Improvisationstheaters warteten, schauten nach oben und flüchteten dann. Rica Meise, Mitarbeiterin des Fördervereins, hatte mit Rufen wie „Alle weg da“ noch Schlimmeres verhindert. Einige Stühle wurden aber zerstört. Die Versicherung des Vereins ist informiert.

Das Gelände gehört der Einheitsgemeinde. Der Förderverein kümmert sich seit Jahren darum und will weiterhin an den bekannten Öffnungszeiten festhalten. Das Areal mit Ruine, Heimatmuseum und verschiedenen Ausstellungen kann mittwochs bis sonntags von jeweils 11 bis 16 Uhr besucht werden.