Diesdorf l Wie war das mit der Grenzöffnung zwischen Waddekath und Rade? Das können Interessenten beim Besuch des Rathauses Diesdorf in Erinnerung rufen. Ingelore Fischer, Dorothea und Heinz-Günter Klaas vom Heimatverein Diesdorf haben eine Dokumentation über die besonderen Tage in den Jahren 1989 und 1990 zusammengestellt, die bis voraussichtlich 19. Februar 2020 besichtigt werden kann.

Denn Silvester 1989 ist die Absperrung zwischen beiden deutschen Staaten für 34 Stunden probehalber aufgemacht worden. Am 17. Februar 1990 war es dann soweit: Der Schlagbaum wurde für immer zur Seite geräumt.

Fotos als Zeitdokumente

Dokumentationsmaterial aus dieser bewegenden Zeit wurde dem Heimatverein von Ursula Brüns, der einstigen Vorsitzenden des Kulturvereins Wittingen, zur Verfügung gestellt. Zudem hat der Diesdorfer Heinz-Günter Klaas besondere Momente mit seiner Kamera festgehalten, unter anderem, als die Schuljugend die Grenzmauer bei Waddekath farbenfroh bemalt hat. Zu sehen sind ebenfalls Fotos von den Bevölkerungsmassen, „die diese neue Lebensqualität, sowohl in der kurzen Silvester-Episode als auch am 17. Februar vor 29 Jahren, feierten“, beschreibt Ingelore Fischer.

Ergänzt werde die Schau mit Zeitungsbeiträgen, in denen über die Zeit der Grenzöffnung berichtet wurde. Die Ausstellung spreche mit Sicherheit die Bewohner der Region an, ist sie überzeugt.

Schon während des Aufbaus hätten die Heimatvereinsmitglieder beobachtet, dass Besucher des Rathauses stehen geblieben seien und ihre eigenen Erinnerungen wieder wach gerufen hätten.