Salzwedel l Im vergangenen Schuljahr riefen die Kunstlehrer des Friedrich-Ludwig- Jahn-Gymnasiums Salzwedel eine Ausstellung der 12. Klassen ins Leben. Auch in diesem Schuljahr soll dies fortgesetzt werden. Am Freitag, 15. November, ab 17 Uhr stellen rund 40 Schüler aus zwei Kunstkursen des Abiturjahrgangs ihre Werke in der Aula sowie im ersten und zweiten Stock im Altbau der Schule aus.

Das Motto der Ausstellung lautet „Kunstgeflüster“ und ist auf verschiedene Weise interpretierbar. Unter den ausstellenden Schülern sind auch Jolina Lütkemüller (18), Oona Gromeier (18) und Maxima Heyer (17), die der Volksstimme in einem Vorgespräch über ihr Projekt berichtet haben.

„Die Objekte stammen aus unserem Kunstunterricht der vergangenen sechs Monate. Wir hatten also keine speziellen Vorgaben oder ein bestimmtes Motto für die Ausstellung bekommen“, erklärte Jolina. „Wir haben uns im Kunstunterricht mit Modellbau, Dekalkomanie (Abklatschverfahren), Frottage (Zeichentechnik und Druckverfahren), Verfremdung, Malerei und Collage beschäftigt“, zählte Oona auf.

Individuelle Handschrift

„Aus allen Werken durfte sich jeder Schüler zwei seiner Objekte für die Ausstellung aussuchen. So kommen wir auf rund 80 Ausstellungsstücke. Jeder Teilnehmer hat eine andere Handschrift in seinen Werken, die auch gut sichtbar ist, weil Kunst immer das ist, was man draus macht“, ergänzte Maxima.

Die Schüler gestalteten nicht nur die Kunstwerke, sondern waren auch für die Organisation zuständig. „Dazu wurden wir in Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe gestaltete das Plakat, eine andere wird aufbauen oder ist für die Verpflegung der Gäste zuständig“, berichtet Maxima. Nach der Präsentation erhält jeder Schüler für seine Objekte wie für seinen Einsatz für und während der Ausstellung eine Note.

Vernissage ab 17 Uhr

„Am Freitag um 17 Uhr wird unsere Vernissage beginnen. Bis 20 Uhr können Besucher sich unsere Werke ansehen. Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt sein“, sagte Jolina.

„Interessenten können außerdem in einer Druckwerkstatt selbst etwas gestalten, da unsere Werke leider unverkäuflich sind. So kann der Besucher etwas eigenes mit nach Hause nehmen. Zudem werde ich eine Mitschülerin mit UV-Farbe am ganzen Körper bemalen. Sie wird dann zu bestimmten Zeiten in einem verdunkelten Raum zur Musik tanzen. So entsteht ein menschliches Kunstwerk in Bewegung“, gab Maxima an.

Die drei Schülerinnen freuen sich schon auf die Ausstellung und sind etwas aufgeregt, obwohl die Veranstaltung Pflichtprogramm ist. „Trotz der Freude haben wir Bedenken, ob unsere Arbeit von den Besuchern geschätzt wird. Wir wünschen uns, dass viele Interessenten uns besuchen“, sagte Oona zum Abschluss.