Salzwedel l Wenn Astrid Lingner über den Salzwedeler Autorenkreis spricht, ist ihr die Begeisterung deutlich anzusehen. Kein Wunder, schließlich kann sie als Gründungsmitglied auf eine mittlerweile zehnjährige Mitgliedschaft in dem Zusammenschluss von Schriftstellern zurückblicken. „Wir haben uns am 9. September 2008 auf der Terrasse von Kupfers zusammengefunden und den Autorenkreis aus der Taufe gehoben“, erinnert sich die Salzwedelerin. Helma und Martin Kupfer, Uwe Schrader und Elke Döring gehören neben Astrid Lingner zu den Gründungsmitgliedern.

„Wir alle hatten irgendwie Probleme, Texte zu veröffentlichen und wollten uns deshalb gegenseitig dabei unterstützen“, sagt Astrid Lingner. Anfangs trafen sich die Schriftsteller alle zwei Wochen zum gegenseitigen Austausch und waren sogar mehrfach im Offenen Kanal der Hansestadt zu sehen.

Doch die Schriftstellerei allein war und ist auch heute noch nicht das einzige Steckenpferd des Autorenkreises. „Wir sind alle mehrfach ‚belastet‘. Manche von uns zeichnen oder malen, andere musizieren“, erklärt Astrid Lingner, die unter anderem ausgebildete Chorleiterin ist.

Vier Werke veröffentlicht

In den vergangenen zehn Jahren hat der Autorenkreis vier Werke herausgebracht. 2010 erschien die Anthologie „Gemischte Gemüter“, mit „Dornen küsst man nicht“ folgte das zweite Buch. Die „lose Blattlyrik“ sowie „drunter & drüber“ vervollkommnen die Textsammlungen der Salzwedeler Schriftsteller.

Viel Arbeit für ein Buch

„Wir haben die Bücher auch mit eigenen Zeichnungen bestückt. Constanze Schumann ist eine wirklich tolle Zeichnerin“, berichtet Astrid Lingner. Es sei eine Menge Arbeit gewesen, diese Bücher zu erstellen, gibt die Salzwedelerin zu. „Für das erste Buch habe ich allein drei Monate lang lektoriert. Das war schon sehr anstrengend, schließlich galt die neue Rechtschreibung und viele Dinge mussten nachgeschlagen werden.“

Mittlerweile trifft sich der Autorenkreis ein Mal im Monat. Treffpunkt ist jeweils der dritte Donnerstag im Monat um 16 Uhr im Hotel Union. Dann werden Texte vorgelesen und besprochen. „Wir sind aber keine Schreibschule“, stellt Astrid Lingner klar. Eine Begabung fürs Schreiben müsse schon vorhanden sein. „Interessenten sind bei uns natürlich gern gesehen. Bei jedem Treffen losen wir ein Wort aus, zu dem wir dann beim nächsten Mal einen Text schreiben.“

Das nächste Mal trifft sich der Autorenkreis am Donnerstag, 22. März. Mitglieder sind: Astrid Lingner, Ulrich Bock, Helma Kupfer, Martin Kupfer, Ursula Eisenberg, Constanze Schumann, David Dour, Kim Barkmann, Hannelore Reinicke und Iris Galei.