Salzwedel l „Ich gehe davon aus, dass die Baumaßnahme komplett unter Vollsperrung durchgeführt wird“, erklärt Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter Nord der Landesstraßenbaubehörde (LSBB). Krüger berichtete auf Nachfrage der Volksstimme, dass die Bundesstraße 190 in der Pretzierer Ortsdurchfahrt noch im Juni saniert werden soll. Geplant wird laut der Landesbehörde mit einer Bauzeit von mindestens vier Wochen.

„Wir präzisieren den Termin, wenn die letzten Abstimmungen mit der Baufirma getroffen sind“, so Krüger weiter. Dies soll bis spätestens kommende Woche geschehen, denn am Mittwoch, 23. Mai, ab 19 Uhr werden die Anwohner in dem Salzwedeler Ortsteil in einer Versammlung genauer informiert. Nach aktuellem Stand soll die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden.

Während der jüngsten Pretzierer Ortschaftsratssitzung hatte Martyna Hartwich, Leiterin des Salzwedeler Bauamtes, unter Vorbehalt noch den 28. Mai als Baubeginn genannt. „Wir sind aber noch in Gesprächen mit der Landesstraßenbaubehörde“, hatte Hartwich damals eingeschränkt.

Verschleißschicht ist runter

Die Bauamtsleiterin betonte die Wichtigkeit der Maßnahme an diesem Abend mehrfach: „Es ist erforderlich. Die Verschleißschicht ist abgefahren und muss erneuert werden.“ Hartwich hatte ebenfalls erklärt, dass es eine überregionale Umleitung für den Schwerlastverkehr geben müsse. „Wir werden zusehen, dass die großen Lkw nicht auf den Gemeindestraßen herumwirtschaften“, erklärte Martyna Hartwich. In diesem Fall stimmten die Ortschaftsratsmitglieder natürlich zu. Ähnlich äußerte sich auch Manfred Krüger von der LSBB. Wie die Pretzierer Anwohner und Gewerbetreibenden in der Bauzeit zu ihren Grundstücken kommen können, soll im Detail unter anderem in der Anwohnerversammlung geklärt werden.

Für den Schul- und Linienbusverkehr gibt es ebenfalls noch Gespräche zwischen der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS), der LSBB und der Baufirma. „Es wird natürlich Veränderungen in der Bauzeit geben“, sagt PVGS-Geschäftsführer Ronald Lehnecke und ergänzt, dass dies vom Baufortschritt abhänge. „Wir werden rechtzeitig informieren“, betonte Lehnecke und verwies ebenfalls auf die Einwohnerversammlung.

Neue Deck- und Binderschicht

Bei der Baumaßnahme wird auf der gesamten Länge im Ortsgebiet die sogenannte Deck- und Binderschicht der B 190 abgefräst und später neu aufgebracht. „Das geht bis zu einer Tiefe von zehn bis zwölf Zentimetern“, erklärte Manfred Krüger. Punktuell erfolgen auch tiefergehende Arbeiten an der Tragschicht. Zudem müssen im Zuge der Arbeiten 16 Schächte erneuert werden. An diesen Kosten ist auch die Gemeinde beteiligt. „Aber es ist niemand beitragspflichtig“, berichtete Martyna Hartwich im Ortschaftsrat: „Das sind normale Unterhaltungsmaßnahmen.“