Die Stadt möchte den Betrieb der öffentlichen Toilette im Bahnhof bezuschussen. Das ist löblich. Die Art und Weise der Beschlussfassung allerdings, spottet jeder Beschreibung. Eine Diskussion im Finanzausschuss wurde von Sabine Blümel und dem Ausschuss-Vorsitzenden Reinhold Butze im Keim erstickt. Das vermittelt den Eindruck, dass das ganze Zuschuss-Thema schon längst in Sack und Tüten ist.

Die Absprachen zwischen Verwaltung und Bahnhofs-Eigentümer scheinen bereits gelaufen zu sein, der Vertrag so gut wie aufgesetzt. Da ist es logisch, dass man nun nicht noch etwas ändern möchte und schnellstmöglich das Okay der Stadträte haben will. Wie sich allerdings herausstellt, hat der Besitzer des Bahnhofs bereits Fördermittel für den WC-Bau erhalten und muss das stille Örtchen betreiben. Einnahmen generiert er auch noch, schließlich soll die Benutzung der Toilette nicht kostenlos sein.

Das scheint unter den Stadträten jedoch kaum jemanden zu interessieren. Schließlich können sie sich ja dann damit brüsten, endlich für eine öffentliche Toilette gesorgt zu haben. Dass ein Großteil der Stadträte jedoch kritiklos bereit ist, dafür mehr als 16.000 Euro jährlich an Steuergelder auszugeben, gibt hoffentlich nicht nur mir zu denken.