Salzwedel l „Das war ein schöner Abend“, sagt Willem Meyer-Roschau (23). Der gebürtige Westaltmärker studiert derzeit in Halle und ist für das Bundesfinale von Deutschlands größtem Newcomer-Bandcontest „local heroes“ nach Salzwedel gekommen. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da.

„Es ist Wahnsinn, bei diesen ganzen coolen Bands, die dabei waren“, verrät Thomas Steinert von der Siegerband „Elephant‘s Foot“. „Wir haben den Landesausscheid in Magdeburg gewonnen und waren schon geflasht – dann sind wir nach Salzwedel gekommen und haben uns gedacht: cooler Abend und haben einfach abgeliefert“.

„Elephant‘s Foot waren auch meine Favoriten. Nicht weil sie wie ich aus Halle kommen, sondern weil ich handgemachte Rockmusik wie ihre sehr schätze“, sagt Meyer-Roschau.

Salzwedel sympathisch

Die Hansestadt überzeugte die Künstler nicht nur musikalisch. „Vor ‚local heroes‘ war Salzwedel für uns ein weißer Fleck auf der Landkarte“, verrät Luca Göpper von „Luke Noa & The Basement Beats“ aus Baden-Württemberg. „Es gibt schöne Backsteinhäuser und es ist insgesamt sehr anders als im Süden. Mich hat es ein bisschen an England erinnert. Das fand ich sehr sympathisch“, sagt Göpper, der als bester Sänger des Abends geehrt wurde. Zudem belegten „Luke Noa & The Basement Beats“ den zweiten Platz hinter „Elephant‘s Food“.

Erschöpft und glücklich zeigten sich die Niedersachsen von „Fréos“ nach dem Bundesfinale im Kulturhaus. „Der Publikumssieg ist definitiv etwas Besonderes für uns. In unseren Augen ist das das Beste.“

Engagement für Mammut-Projekt

Neben den Musikern und Gästen zeigte sich aus die local-heroes-Chefin Julia Wartmann zufrieden mit dem Bundesfinale: „Ich selbst habe den Abend vor wie auch hinter den Kulissen sehr genossen.“ Gerade auch das Engagement der zahlreichen Helfer freut Wartmann besonders. „Ich sehe das absolut nicht als Selbstverständlichkeit, ohne dieses große Engagement wäre ein solches Mammut-Projekt nicht zu stemmen“. „9 von 13 Bands sind in diesem Jahr bereits am Freitag angereist. Mit einigen von ihnen und aus dem Team, ebenso wie vielen Salzwedelern, habe ich spät abends noch im Vereinsheim der Kickerfreunde gekickert“, schwärmt Julia Wartmann.

Die Tische der Kickerfreunde waren auch im Kulturhaus gefragt. „Die Besucher haben unser Angebot gern angenommen – die beiden Tische waren durchgehend besetzt“, freut sich Florian Lahmann vom Vorstand der Kickerfreunde.