Salzwedel l „Es ist weiterhin sicher, dass wir bauen“, betont Nils Leitloff von der Ortsgruppe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Diesdorf. Die Aktiven hatten während der jüngsten Sitzung des Diesdorfer Bauausschusses ihr ambitioniertes Vorhaben vorgestellt, im Ort gegenüber des Feuerwehrgerätehauses ein Schulungszentrum und eine Fahrzeughalle zu bauen. Mit der Gemeinde laufen bereits Gespräche zum Kauf des Grundstücks. Auch ein erster Architektenentwurf liegt vor.

Doch dabei haben die engagierten Lebensretter aus der Altmark in der Kommunikation mit dem Landesfachverband der DLRG wohl Fehler gemacht. „Das Problem ist, das wir das Präsidium nicht richtig informiert haben“, gesteht Nils Leitloff die interne Panne offen ein.

Abstimmungsrunden mit dem Verband

So schrieb Holger Friedrich, Geschäftsführer der DLRG Sachsen-Anhalt nach der Berichterstattung in der Volksstimme, dass eine Finanzierung des Vorhabens über den Landesverband nicht möglich sei. „Alle diesbezüglichen öffentlichen Erklärungen sind somit nicht zutreffend,“ betonte der Geschäftsführer.

Nils Leitloff erklärte anschließend auf Nachfrage, dass „hier aktuell keine Gelder vom Landesverband erwartet werden“. Die Projektplanung liege komplett in den Händen der Ortsgruppe.

Aufgrund dieser „Mißverständnisse“, wie Leitloff es nennt, befinden sich die Altmärker und der Landesverband aber mittlerweile in Gesprächen.

Geschäftsführer dämpft Erwartungen

Man stehe mit der Diesdorfer DLRG nun in engem Kontakt, berichtet Friedrich. „Es wird bis Ende des Jahres dazu noch mehrere Abstimmungsrunden geben“, sagte der Geschäftsführer. Grundsätzlich wolle der Landesfachverband ein solches Projekt unterstützen.

„Momentan schätzen wir ein, dass es für die Ortsgruppe Diesdorf allein schwierig wird, ein solches Vorhaben bei der geplanten Größe und Investition mittelfristig umzusetzen“, dämpft der Landesgeschäftsführer allerdings die großen Hoffnungen in Diesdorf, dass das Projekt zügig umgesetzt werden kann. So hieß es während der jüngsten Bauausschusssitzung noch, dass ein Baustart bereits zum Ende des nächsten Jahres anvisiert werde.

Doch der Verband lässt die Akteure in der Altmark nicht hängen. Man sei auf jeden Fall bemüht, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und eine Fördermittelakquise zu starten, sagte Friedrich.