Salzwedel l Nach diversen Problemen beim Abriss und der Entsorgung des Abbruchmaterials der alten Brücke bei Böddenstedt über die Dumme (K 1376), sollen die Arbeiten am neuen Bauwerk nun wieder planmäßig vorangehen, teilen Mitarbeiter des Altmarkkreises Salzwedel mit. Ziel sei es, weiter am geplanten Fertigstellungstermin, dem 15. August, festzuhalten.

Anwohner und Pendler hatten sich noch im Herbst des vergangenen Jahres an die Volksstimme gewandt und moniert, dass keine Bautätigkeit auf der Baustelle zu erkennen sei. Warum es zu den Schwierigkeiten beim Abriss und damit zu den Verzögerungen kam, erläuterte nun der Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes, Andreas Freude, in einer Pressemitteilung.

Freude erklärte, dass es für die marode Brücke, die 1970 errichtet wurde, keine detaillierten Unterlagen mehr gegeben habe. „Somit war im Vorfeld nicht abschließend zu ermitteln, welche Materialien in welchen Mengen und Zuständen hier verbaut wurden“, berichtet der Amtsleiter. Erst während der laufenden Abriss­arbeiten konnten die belasteten Materialien ermittelt und dann auch erst die Entsorgung organisiert werden.

Bauarbeiter müssen Pegelstand beachten

Dabei war zu beachten, dass „umweltgefährdende Stoffe nicht einfach im Überschwemmungsgebiet der Dumme zwischengelagert werden dürfen“. Bis Ende des Jahres konnten dann 260 Tonnen belastete Brückenreste auf einer speziellen Deponie in Sachsen entsorgt werden. Damit dauerte dieser Teil der Baumaßnahmen länger als ursprünglich geplant.

Die aktuellen Wetterbedingungen, außer es gibt zu niedrige Temperaturen, sollen nun genutzt werden, um die Bauarbeiten für die neue Brücke voranzubringen. Dabei gehe es um die Verbesserung des Baugrundes hinsichtlich der Tragfähigkeit.

So sollen in Kürze die Spundwandkästen gesetzt werden. Dabei müssen die Bauarbeiter allerdings auch den Pegelstand der Dumme im Auge behalten. „Ab bestimmten Pegelständen ist auch hier Schluss mit den Bauarbeiten und der Hochwasserschutzplan greift“, erklärt Amtsleiter Andreas Freude.

Dennoch werde am Ziel festgehalten, dass am 15. August die neue Brücke befahren werden kann. „Entscheidend wird sein, wie wir durch den Winter kommen, und dass wir von unvorhersehbaren Ereignissen verschont bleiben“, schränkt Freude ein und bittet die Bürger weiter um Geduld und Verständnis für die nötige Umleitung.

Die Kosten für den Brückenneubau hatten sich in der Planungsphase im Vorjahr übrigens verdoppelt. So hatte der Altmarkkreis ursprünglich 705 000 Euro für Abriss und Neubau vorgesehen. Allerdings lag das niedrigste Angebot eines Bauunternehmens bereits 36,6 Prozent höher, als in den Planungen veranschlagt. Nun werden im Kreishaushalt insgesamt rund 1,42 Millionen Euro bereitgestellt.