Salzwedel l Interessenten hatten auf einem Acker am Tylsener Ortsrand die Möglichkeit zu beobachten, wie Boden- und Grundwasserproben am Standort einer unsanierten Bohrschlammgrube entnommen werden. Seit Oktober werden 15 repräsentativ ausgewählte Bohrschlammgrubenstandorte in der Region im Auftrag der Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) untersucht.

Dabei geht es zunächst darum, die Untersuchungsmethodik praktisch zu erproben. Ausgewählt wurden die Standorte in einer Informationsgruppe, der Vertreter der Landwirtschaft, der Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie Altmark“, des Altmarkkreises, des Kreisordnungs- und Umweltausschusses sowie der LAF angehören.

Öliger Geruch

Die Geo-Ökologin Franziska Johannes und der Geo-Techniker Thomas Gogol von der Firma Geo-Log aus Braunschweig informierten während der laufenden Arbeiten über ihre Tätigkeit. Sie entnahmen Bohrkerne aus bis zu sechs Metern Tiefe und sicherten entsprechende Proben, die anschließend in einem Labor auf Schadstoffe untersucht werden. Bereits im Frühjahr hatte ein Gutachter die Auswahl zu untersuchender Stoffe vorgestellt. Schwerpunkte liegen bei Mineralölkohlenwasserstoffen, Schwermetallen und Salzen.Diplom-Geologe Klaus Heise vom LAF ließ ein Probenglas in der Besuchergruppe herumgehen. „Dieser ölige Geruch ist typisch“, sagte Heise.

Im Anschluss gab es in Wallstawe eine Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative, bei der genauer über die Arbeiten informiert wurde. In der Altmark gibt es noch an 350 Standorten unsanierte Bohrschlammgruben. 230 Gruben wurden in der Vergangenheit bereits beräumt.