Salzwedel l Ein heißes Wochenende im wahrsten Sinn des Wortes haben die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Salzwedel und Umgebung hinter sich. Besonders getroffen hat es die Aktiven der Hansestadt. Nicht nur, dass sie in der Nacht zu Sonntag zwei Sperrmüllbrände löschen mussten, unterstützten sie auch bei zwei Feldbränden am Sonnabendnachmittag und am späten Abend.

Die Sperrmüllhaufen brannten an der Reimannstraße und an der Hoyersburger Straße, informiert Salzwedel Stadtwehrleiter Mario Müller auf Anfrage der Volksstimme. In beiden Fällen entstand erheblicher Schaden, wie die Polizei ermittelt hat. Als der Brand an der Reimannstraße gemeldet wurde, stand der Müll in Höhe der Zufahrt zur Garagenanlage bereits in Flammen. Die Feuerwehr brachte das Feuer gegen 2.30 Uhr schnell unter Kontrolle. Ein benachbarter Stromverteilerkasten war bereits stark beschädigt. Die Polizei spricht von etwa 2000 Euro Schaden.

Sperrmüll in Flammen

Kurz nach 5 Uhr hieß es erneut mit einem Auto und sechs Aktiven auszurücken. Zwei Zeugen meldeten den Brand eines Sperrmüllhaufens an der Hoyersburger Straße. Ein daneben stehender Ahornbaum und eine Hecke wurden leicht in Mitleidenschaft gezogen. Es entstand Schaden in Höhe von etwa 2500 Euro. Da sich Sperrmüll nicht selbst entzündet, hat die Polizei in beiden Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie bittet mögliche Zeugen sich im Polizeirevier Salzwedel oder unter 03901/84  80 zu melden.

Schon am Nachmittag gegen 16.45 Uhr halfen die Salzwedeler beim Löschen eines Feldbrandes zwischen Winterfeld und Cheinitz. Etwa zwei Hektar Stoppelacker, Strohballen und der Straßengraben an der Bundesstraße 71 standen in Flammen. Feuerwehrleute aus Winterfeld, Beetzendorf, Apenburg, Rohrberg, Recklingen und Altensalzwedel brachten das Feuer unter Kontrolle. Vor Ort wurde vermutet, dass es im Straßengraben entstanden ist.

Mähdrescher gekühlt

23.45 Uhr heulten in Salzwedel erneut die Sirenen, aber auch in Pretzier, Riebau, Groß Chüden, Ritze und Jeebel. In der Gemarkung Ritze brannten auf etwa 150 Quadratmetern ein Stoppelacker und noch stehendes Getreide. Rund 45 Einsatzkräfte löschten das Feuer und kühlten einen Mähdrescher, damit er nicht in Brand gerät, berichtet Pretziers Wehrleiter Christian Schulz auf Nachfrage.