Salzwedel (vs) l Eine Spur der Verwüstung zieht sich durch Salzwedel. In der Nacht zu Montag wurden in der Stadt in der nördlichen Altmark insgesamt fünf Autos angezündet - nicht überall gelang das auch. Die Feuerwehr hatte dennoch viel Arbeit. Und die Polizei war bei der Fahndung nach dem oder den Tätern bereits erfolgreich: Ein Verdächtiger (28) wurde in der Nähe eines Brandortes vorläufig festgenommen. Der Schaden an den Fahrzeugen liegt im fünfstelligen Euro-Bereich.

Hohe Schäden an den Autos

Die erste Meldung erreichte die Polizei um 22.44 Uhr am Sonntagabend. "So meldete ein Zeuge am Bahnhof eine dunkel bekleidete Person, welche versucht haben soll einen Ford in Brand zu setzen, was jedoch misslang", heißt es im Bericht der Beamten. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Gegen 22.50 Uhr brannte ein VW Tiguan auf dem Parkplatz des Bürgercenters aus. Allein dort wird der Schaden auf rund 20.000 Euro geschätzt. Ein BMW an der Querstraße sollte gegen 23 Uhr wohl ebenfalls in Flammen aufgehen. Doch dort misslang die Brandstiftung.

40 Minuten später meldete eine Zeugin dann den Brand eines VW Polo auf dem Parkplatz des Discounters Penny an der Straße Vor dem Neuperver Tor. Der Motorraum des Wagens brannte vollständig aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa 2000 Euro, so die Angaben der Polizei. "Ein weiterer VW Polo wurde dann gegen 0.50 Uhr auf dem Parkplatz am Nordbockhorn durch Polizeikräfte aufgefunden, auch bei diesem musste der Versuch einer Brandstiftung festgestellt werden", geht die Aufzählung im Bericht der Beamten weiter.

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Fährtensuchhund hat Erfolg

Die Feuerwehr Salzwedel war in der Nacht mit insgesamt acht Fahrzeugen und 36 Aktiven zur Brandbekämpfung vor Ort. Zur Ermittlung der Täter wurden "umfängliche polizeiliche Maßnahmen eingeleitet". Dabei kam unter anderem auch ein Fährtensuchhund zum Einsatz. Dieser konnte später auch einen verdächtigen Mann (28) in der Nähe eines der betroffenen Fahrzeuge aufspüren. Dieser wurde vorläufig festgenommen.

Derzeit dauern die polizeilichen Ermittlungen noch an. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft bezüglich der Aufrechterhaltung der Festnahme des Tatverdächtigen stehe noch aus.