Salzwedel (ue) l 4,3 Millionen Euro, um im Bereich Arneburg den Breitbandausbau zu unterstützen: „Ein guter Tag“, stellte Landrat Michael Ziche fest, als er Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann in Salzwedel begrüßte, der den Bescheid im Domizil des Zweckverbandes Breitband Altmark übergab.

Das Land Sachsen-Anhalt hat für den kommunalen Breitbandausbau insgesamt mehr als 200 Millionen Euro bereit gestellt. Die Mittel kommen vor allem aus Fördertöpfen der Europäischen Union und des Bundes.

Der Antrag auf diesen Fördermittelbescheid war bereits im September 2015 gestellt worden, der Ausbau im Arneburger Cluster soll im Mai abgeschlossen sein, wie Peter-Paul Poch, für Regulierung zuständiges Mitglied des Beirates des Netzbetreibers DNS:Net, informierte. Erste Telekommunikationsanbieter, die das Netz mieten wollen, hätten sich bereits gemeldet.

Doch Ziche nutzte den Besuch Willingmanns, um dem Gast aus Magdeburg die Altmark im Allgemeinen, den Stand der Versorgung in Sachen Internet im Speziellen und den Zweckverband vorzustellen. Das Grundprinzip, Ausbau ohne Fördermittel, wäre auch aufgegangen, wenn da nicht doch private Anbieter auf den Plan getreten wären und sich die besten Stücke aus dem altmärkischen Kuchen herausgeschnitten hätten, resümierte Ziche. Die politischen Vorgabe des Ausbaus von Privatanschlüssen bis zu einer Datenmenge von 50 MBit seien für den Ausbau eher hinderlich, fügte der Landrat hinzu.

Willingmann beglückwünschte die Altmärker zur selbstbewussten Einstellung, Fläche als Chance zu begreifen und dabei gleich noch die Breitbandstrategie des Landes in Frage zu stellen. „50 MBit für private Anschlüsse sowie 100 MBit für Unternehmen sind schon sportlich“, gab der Minister zu bedenken. Denn oftmals liege der Stand der Versorgung noch darunter. „Mehr ist aber nicht verboten“, so Willingmann angesichts des ZBA-Vorhabens, Versorgungsmöglichkeiten im Gigabit-Bereich zu schaffen.

Der ZBA plant, für den Ausbau im gesamten Verbandsgebiet Fördermittel des Landes und des Bundes zu beantragen. Einsendeschluss für Anträge beim Land Sachsen-Anhalt ist der 28. Februar, Anträge für Zuschüsse des Bundes müssen bis zum 31. März vorliegen, informierte Ziche am Dienstag während der Versammlung des Zweckverbandes.