ALLTAGSHELDEN, HELDEN DER PANDEMIE UND LEBENSWERK

Bürgerpreis des Altmarkkreises Salzwedel und der Volksstimme - Sie können noch bis zum 2. Juli abstimmen!

Wer hat sich besonders ehrenamtlich engagiert? Wer hat dafür eine Auszeichnung verdient? Entscheiden Sie, wer in diesem Jahr den Bürgerpreis des Altmarkkreises Salzwedel gewinnen soll. Stimmen Sie für ihre Favoriten bei der Aktion des Altmarkkreises, der Volksstimme und der Sparkasse Altmark West ab.

Von Gesine Biermann und David Schröder
Der Bürgerpreis des Altmarkkreis Salzwedel wird 2021 in den drei Kategorien "Alltagshelden", "Helden der Pandemie" und "Lebenswerk" vergeben.
Der Bürgerpreis des Altmarkkreis Salzwedel wird 2021 in den drei Kategorien "Alltagshelden", "Helden der Pandemie" und "Lebenswerk" vergeben. Foto: Gesine Biermann

Salzwedel - Seite Mitte Mai ist klar, welche Westaltmärker in diesem Jahr die Chance haben, den Bürgerpreis des Altmarkkreises Salzwedel, der Volksstimme und der Sparkasse Altmark West zu gewinnen. Zuvor waren in den Volksstimme-Redaktionen Salzwedel, Gardelegen und Klötze zahlreiche Vorschläge eingegangen, die zeigen, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement im Altmarkkreis ist.

Jetzt wird abgestimmt!

Wer soll nun den Preis entgegennehmen? Das liegt in Ihrer Hand, liebe Leserinnen und Leser. Geehrt werden wieder die „Alltagshelden“, also jene, die sich täglich für das Wohl ihrer Mitbürger einsetzen. Erneut ist auch die Kategorie „Lebenswerk“, für Menschen, die sich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich einbringen, dabei. Neu ist in diesem Jahr die Kategorie „Helden der Pandemie“, denn besonders in den vergangenen Monaten wuchs so mancher Altmärker im Alltag über sich hinaus.

Für jede Kategorie haben Sie eine Stimme. Klicken sie einfach auf das Bild ihres Favoriten. Die Abstimmung läuft ab sofort und bis Freitag, 2. Juli (23.59 Uhr).

Hier geht es zur Abstimmung:

Die Kandidaten in der Kurzvorstellung

Alltagshelden

Katrin Niemeyer ist ehrenamtlich seit vielen Jahren Kirchenratsvorsitzende in Winterfeld. Ihr Anliegen ist es, Kirche für alle Generationen wieder erlebbar zu machen. Dabei packt die Schulleiterin der evangelischen Kirche Gardelegen auch schon mal selbst mit zu – und putzt die Winterfelder Feldsteinkirche.

Olaf Sturm engagiert sich seit vielen Jahren als Mitglied des Berger Gemeindekirchenrates für die Sanierung der jahrhundertealten Feldsteinkirche, die auch Sixtinische Kapelle der Altmark genannt wird. Unter seiner Regie wurde mit dem Gießen der dritten Glocke sogar das Geläut der Kirche wieder vollständig.

Uwe Hundt ist Mitbegründer des Naturerbevereins Vissum im Bereich Arendsee. Er ist überall da, wo es ums Pflanzen, Pflegen und Schützen geht. Seine besondere Intention: Als ehemaliger Schulleiter will er vor allem die Jugend für das Thema sensibilisieren.

Peter Antoszewski ist ehrenamtlich seit sechs Jahren als Behindertenberater in Gardelegen unterwegs. Er hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Behinderten und ihrer Angehörigen. Auch viele seiner Hinweise bei der Gestaltung einer behindertengerechten Innenstadt wurden bereits umgesetzt.

Tilo Mottschall ist Vorsitzender des Vereines Ipse excitare. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hat er das kulturelle Leben in dem kleinen Gardelegener Ortsteil wieder aufleben lassen. So ist Ipse mittlerweile schon als Gartendorf bekannt und die Ipser Kirche ist zu einem echten Geheimtipp in Sachen Kultur und Denkmalschutz geworden.

Simone Paul ist so etwas wie die „Ortsteilbürgermeisterin“ in Klötze Nord. In ihrer Hand liegen zum Beispiel die Organisation von Stadteilfest oder Osterfeuer. Sie kümmert sich aber auch um die Anliegen der Bürger, trägt diese der Verwaltung vor und ist Ansprechpartnerin für Jung und Alt in vielen Fragen.

Helden der Pandemie

Raik Ohlmeyer gründete im März 2020 im März 2020 die Facebook-Gruppe „Solidarisches Salzwedel“ und schob damit spontan eine Welle der Hilfsbereitschaft in Zeiten von Corona an. Menschen, insbesondere Senioren, aber auch Personen in Quarantäne konnten sich kostenfrei in der Gruppe Hilfe bei Einkäufen und anderen Dienstleistungen sichern.

Roland Lahmann sorgte trotz Kontaktbeschränkungen und vielen Auflagen während der Pandemie gemeinsam mit seinen Kollegen für den reibungslosen Ablauf bei der Salzwedeler Tafel. So bereitete sein Team zum Beispiel für den Abholtag hunderte von Abholtüten für Bedürftige vor.

Heike Krieg bot während der Pandemie unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ tatkräftige Hilfe als Einkaufsbegleitung, im Haushalt, als Unterstützung beim Arztbesuch oder bei der Vermittlung von Impfterminen und oft auch ein offenes Ohr für Gespräche an. Aus dieser Idee heraus ist nun sogar ein Verein entstanden.

Käthe Oehrling als Leiterin des Singekreises Salzwedel machte in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Einsamkeit mit der Idee kleiner „Telefonkonzerte“ älteren Mitgliedern ihres Ensembles Freude. Je nach musikalischen Vorlieben gab es per Festnetz oder Tonspur fürs Smartphon ein individuelles Vorspiel. Unter dem Titel „Mitglieder musizieren mit Käthe Oehrling“ zeichnete sie mit Mitstreiterin Jutta Jäger in der Weihnachtszeit sogar ein Youtube-Video auf.

Hartmut Lüderitz half als Organisator der Tafelausgabestellen in Klötze und Jahrstedt dabei, die Bedürftigen auch in der Pandemiezeit zu versorgen. Sogar Sonnabends ist er in seinem Heimatort Jahrstedt in der Ausgabstelle vor Ort. Dafür war und ist der Rentner viele Stunden in der Woche unterwegs.

Lebenswerk

Christine Meyer sorgt in Arendsee seit vielen Jahren dafür, dass der Naturapostel und Wanderprediger Gustav Nagel nicht vergessen wird.  Sie forscht über sein Leben, hält Vorträge und engagiert sich praktisch wie organisatorisch dafür, dass sein einstiges Grundstück, der Garten Eden am Ufer des Arendsees, ein Besuchermagnet ist und bleibt.

Helmut Franke aus Gardelegen ist seit rund drei Jahrzehnten das Gesicht der Jungjägerausbildung im gesamten Altmarkkreis. Bei ihm laufen die Fäden der jährlichen Kurse zusammen. Dass die Durchfallquote hier beim „Grünen Abitur“ deutlich niedriger ist als deutschlandweit, ist auch sein Verdienst.

Wally Schulz engagiert sich als Gründungsmitglied des Denkmalpflegevereines seit 50 Jahren für den Erhalt historischer Bausubstanz  in Gardelegen. Auch ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass zahlreiche Denkmale nicht der Abrissbirne zum Opfer fielen. Zudem engagiert sie sich seit Jahrzehnten dafür, dass die Opfer der Kriege nicht vergessen werden.

Karl-Heinz Friedrichs ist mit seiner Trommel überall da, wo die natürliche Lebensgrundlage der Menschen in Gefahr ist. So setzt sich der Umweltaktivist aus Apenburg für die Auskofferung der Giftschlammgrube Brüchau und viele andere Umweltprojekte ein, mahnt, klärt auf und lässt sich dabei auch nicht von politischen Entscheidungen beeinflussen.