Kuhfelde l „Peter Gütschow ist der Trainer, der Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann. Sein Engagement ist es, sich unermüdlich ehrenamtlich einzusetzen. Er lebt für und mit dem Bogensport“: Mit diesen Worten begründet Kuhfeldes Bürgermeister Frank Leskien seinen Vorschlag für einen besonderen „Alltagshelden“.

Wenn Peter Gütschow über sein Hobby erzählt, dann spürt sein Gegenüber gleich, dass er mit Leib und Seele diesem Sport frönt. Der gebürtige Anklamer, der seit 40 Jahren in der Altmark zu Hause ist und sich seit 32 Jahren dem Bogensport verschrieben hat, erinnert sich gern an den 06.06.06. An dem Tag hat er im Kuhfelder Sportverein die Sektion Bogensport gegründet. „Das Datum habe ich ausgesucht, weil es sich gut merken lässt“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Damals hätten sich 14 Mitglieder gefunden. Heute seien es 99 Bogensportler, davon 2 vom Behinderten- und Rehabilitationssportverein Salzwedel.

„Mich fasziniert die Vielseitigkeit dieser Sportart. Rechnen, Konzentrieren, aber auch Kraft, all das ist gefragt“, beschreibt der 56-Jährige. Für ihn sei es von Anfang an wichtig gewesen, auch Kindern die Liebe zum Bogensport zu vermitteln. „Aber ich hätte nie gedacht, dass unsere Sektion mal so groß wird“, gibt er zu. Seit 2009 gebe es auch eine Mini-Gruppe. Das seien Kindergarten-Kinder, die das Handwerk spielerisch lernen würden.

Bogensport ist ein Familienereignis

„Etwa die Hälfte unserer Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Der jüngste Aktive ist 6, der älteste 74 Jahre“, erzählt Peter Gütschow. Früher sei Bogensport ein Jungssport gewesen, heute ein Familienereignis.

„Ich kann aber nur als Trainer arbeiten, wenn ich den Rücken dafür frei habe. Da bin ich meiner Frau Bärbel und meinem Arbeitgeber in Nettgau, wo ich in drei Schichten als Anlagenfahrer arbeite, sehr dankbar, aber auch meiner rechten Hand Heinrich Filipan. Sie unterstützen mein Hobby“, bedankt sich Peter Gütschow. Auch die Eltern würden mithelfen, sich beispielsweise als Fahrer zu Turnieren anbieten. „Es ist in unserer Sektion ein schönes Miteinander“, sagt der Trainer, der von den Mitgliedern liebevoll „Papa Schlumpf“ genannt wird.

Regelmäßige Übungsstunden und Wettbewerbe, das nimmt viel Zeit in Anspruch. Deshalb hat der Kuhfelder einiges abgegeben: Denn einst war er Weihnachtsmann beim Adventsmarkt im Ort, organisierte die Kinder- und Jugendspiele im Bogensport sowie den Kuhfelder Frühlingslauf. Kraft tankt er nicht nur bei seinem Hobby, sondern auch in der Familie, zu der auch die Hunde Biene und Berja gehören.

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