Kakerbeck l Wenn in Kakerbeck von der Feuerwehr die Rede ist, dann geht das sehr häufig mit dem Nachnamen Kamith einher. Und das liegt nicht nur am jetzigen Leiter Ulf Kamith, sondern auch an seinem Vater Walter. Der hat den Filius nämlich nicht nur frühzeitig für das Thema Brandbekämpfung begeistert, sondern er war auch dessen Vorgänger im Amt des Feuerwehr-Chefs, und zwar von 1977 bis 2005.

Nach wie vor fühlt er sich der Truppe verbunden. So managte er bislang deren Spielmannszug, den er Anfang der 1990er Jahre gemeinsam mit Otto Beckmann, Joachim Voss und der Unterstützung des damaligen Landrates Hans-Jürgen Ostermann wiederbelebt hat. Demnächst will er die Verantwortung aber in jüngere Hände geben. Und es existiert, so sagt Walter Kamith, auch schon ein Nachfolger. Bis 2017 war der 75-Jährige auch für den Fachbereich „Musikzüge“ beim Kreisfeuerwehrverband Gardelegen zuständig gewesen und hatte zudem im dazugehörenden Fachausschuss des Landesfeuerwehrverbandes mitgearbeitet.

Nach wie vor beibehalten will er aber sein Engagement für die Kochgruppe der Feuerwehr Kakerbeck. Die kümmert sich bei diversen Veranstaltungen um die Beköstigung, und zwar nicht nur um die von Feuerwehrleuten. Herzstück ist dabei jene Gulaschkanone, die Kamith und Kameraden im Jahr 1996 aus alten NVA-Beständen besorgt hatten und die nach wie vor super funktioniert.

Der Karnevalsgesellschaft tief verbunden

Bereits ein Jahr zuvor hatte der Kakerbecker gemeinsam mit Gleichgesinnten die Kakerbecker Karnevalsgesellschaft wiederbelebt, die es in den 1950er Jahren schon einmal gegeben hatte. Nach der offiziellen Vereinsgründung kümmerte sich Walter Kamith dann mehr als 20 Jahre lang um deren Finanzen und ist ihr bis heute tief verbunden. Dasselbe gilt für Ehefrau Roswitha, die ihn in allem stets unterstützt und ihm zuweilen auch den Rücken freigehalten hat. Denn neben Ulf Kamith gibt es auch noch zwei weitere Söhne, die Vater und Mutter bereits viermal zu stolzen Großeltern gemacht haben.

Zu sehen, wie Kinder und Enkel ihren Weg gehen, und sie dabei, so gut es geht, zu unterstützen, das sei für ihn das Schönste, sagt Walter Kamith, der im vergangenen Jahr eine schwere gesundheitliche Krise zu meistern hatte, die bis heute nachwirkt. Doch er setzt alles daran, bald wieder richtig auf die Beine zu kommen. Denn für einen wie ihn ist es keine erstrebenswerte Vorstellung, dazusitzen und nichts zu tun. Etwas zu bewegen und sich ehrenamtlich zu engagieren, „das ist mir in die Wiege gelegt worden“, sagt Walter Kamith, der hofft, dass sich das auf nachfolgende Generationen überträgt. Denn der Zusammenhalt in seinem Heimatdorf war und ist dem Kakerbecker stets enorm wichtig. Und daran wird sich auch künftig nichts ändern.

Bürgerpreis im Altmarkkreis Salzwedel: Hier können Sie abstimmen.