Winterfeld l Mit Überraschungen oder gar Änderungen im Vorstand des CDU-Kreisverbandes hatte bei den Christdemokraten wohl niemand gerechnet. Daher blieb nicht nur im Vorstand alles beim Alten, sondern auch beim Datum der begleitenden Power-Point-Präsentation. Die zeigte noch den Termin des vorhergehenden Kreisparteitages vom 12. Oktober 2015 an.

Die anwesenden CDU-Mitglieder bestätigten Peter Fernitz mit 54 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen in seinem Amt als Vorsitzender. Seine beiden Stellvertreter Bernd Kwiatkowski (Salzwedel) und Sandra Hietel (Gardelegen) wurden mit großer Mehrheit ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie Kreisschatzmeister Klaus Ewertowski aus Klötze.

Bundestagswahl

Peter Fernitz begründete den Termin des Kreisparteitages kurz vor dem Jahresende mit der Bundestagswahl. Die Wahlen der zurückliegenden beiden Jahre waren auch das maßgebliche Thema der Reden in Winterfeld. CDU-Landeschef Thomas Webel bilanzierte die Ergebnisse der CDU seit seinem Amtsantritt als Parteivorsitzender. „2004 lagen wir am Boden“, blickte er zurück. Bei der jüngsten Bundestagswahl jedoch habe die CDU in Sachsen-Anhalt mehr als 30 Prozent geholt und damit besser abgeschnitten als die Christdemokraten in Sachsen. „Wir waren der beste Landesverband im Osten“, so Webel nicht ohne Stolz, räumte jedoch ein, dass das Ergebnis steigerungsfähig sei. Peter Fernitz resümierte, dass die CDU in seiner Amtszeit keine Wahl verloren habe - außer der Salzwedeler Bürgermeisterwahl, bei der Fernitz selbst scheiterte.

Die Landtagswahl 2016 sei angesichts des Zustroms an Geflüchteten und Wechslern in die AfD schwierig gewesen. Vor der Bundestagswahl standen die Befürchtungen, ob Eckhard Gnodtke, dem Kandidaten aus der westlichen Altmark, die Probleme der CDU im östlichen Landkreis vorgeworfen werden. Doch das sei nicht passiert. „Der Wahlsieg ist unser aller Verdienst“, betonte Fernitz.

Kandidatensuche

Da aber nach der Wahl bekanntlich vor der Wahl sei und 2019 die nächste Kommunalwahl stattfindet, legte Fernitz den westaltmärkischen Christdemokraten ans Herz, sich im kommenden Jahr darüber intensiv Gedanken zu machen. Seine eigenen Wunschvorstellungen von den Kandidaten für Gemeinderäte und Kreistag beschrieb der Vorsitzende am Sonnabend folgendermaßen: Man stehe vor einem Generationswechsel. Die CDU brauche junge Leute, und wenn es sich dabei um junge Frauen handele, umso besser.