Altmarkkreis l Landrat Michael Ziche stimmte die Westaltmärker am Donnerstagnachmittag darauf ein, dass es trotz der Lockerungen, die mit der vierten Eindämmungsverordnung einhergehen, noch ein weiter Weg bis zur Normalität ist. Es gelte weiter, alles zu tun, um viele Menschen so gut wie möglich vor der Infektion zu schützen. Deshalb sei es richtig, dass das öffentliche Leben nur in kleinen Schritten wieder gelockert werde, auch wenn Sachsen-Anhalt und der Altmarkkreis nicht so stark betroffen seien wie andere Regionen. „Ich denke, dass wir noch eine längere Zeit mit der Epidemie leben müssen“, sagte er. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung im Altmarkkreis habe die einschneidenden Beschränkungen mit Geduld und Solidarität aktiv begleitet. „Dafür gilt es, einen großen Dank auszusprechen“, betonte Ziche.

Pro Kind fünf Quadratmeter

Die Kindertagesstätten bleiben weiter geschlossen und die Notbetreuung erhalten. Sie wird im Altmarkkreis auf Kinder von Lehrern und Verkaufspersonal erweitert. Dabei sei zu gewährleisten, dass pro Kind eine Fläche von fünf Quadratmetern zur Verfügung stehe. Wie sich die Ausweitung der Notbetreuung auf den Platzbedarf auswirke, sei zunächst zu beobachten. Eventuell müsse auf weitere Einrichtungen, die jetzt geschlossen seien, ausgewichen werden. Das habe er mit den Bürgermeistern besprochen, so Ziche.

Der Landrat verteidigte den Entschluss, nur Läden mit einer Fläche bis zu 800 Quadratmetern zu öffnen, trotz der hohen wirtschaftlichen Einbußen für Einzelhändler und Dienstleister. In kleineren Verkaufsstellen ließen sich die Besucherströme besser lenken. Wie es weitergehe, werde in 14 Tagen noch einmal neu betrachtet. Bisher hätten sich die Menschen, was die Abstands- und Kontaktregelungen anbelange, diszipliniert verhalten. Es gelte jetzt, nicht nachzulassen, damit es nicht, wie in anderen Ländern, zu einer Welle von Neuinfektionen komme.