Salzwedel l Beim dritten Fall handelt es sich um einen 35-Jährigen. „Der Mann wurde bereits am Wochenende im Altmark-Klinikum Gardelegen mit Symptomen und unter Corona-Verdacht stationär aufgenommen“, teilt das Presse-Team des Altmarkkreises mit.

Die ersten beiden Fälle seien jeweils Skirückkehrer aus Tirol. Auch beim dritten bestätigten Fall sei es ein Skiurlauber aus besagter Region. Der Mann kehrte nach Auskunft des Altmarkkreises bereits am 14. März aus seinem Urlaub zurück und hatte sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. „Inzwischen ist er auf dem Weg der Besserung und ist bereits aus dem Krankenhaus in Gardelegen entlassen worden“, so das Presse-Team. Das Gesundheitsamt ermittelt nun, mit wem der junge Mann in Kontakt war.

90 Personen in Quarantäne

Aktuell, mit Stand vom 17. März, befinden sich 90 Personen im Altmarkkreis Salzwedel aufgrund von Corona in Quarantäne.

Unterdessen gibt es weitreichende Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus‘ einzudämmen. „Heute erfolgte eine Abstimmung des Ministerpräsidenten mit den Landräten zu weiteren Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus‘“, hieß es am Dienstag aus der Kreisverwaltung. Das Land habe sich größtenteils den Leitlinien des Bundes zur Eindämmung von Covid-19 vom 16. März angeschlossen. „Die Landesregierung hat für ganz Sachsen-Anhalt mit einer am Dienstag erlassenen Verordnung einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung geregelt.“

Unterdessen hat der Altmarkkreis eine Allgemeinverfügung zur Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen erlassen, welche am Mittwoch in Kraft tritt. Demnach dürfen sämtliche Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder nicht mehr betreten werden (Kitas, Kinderpflegeinrichtungen, Schulen und Ferienlager).

Ausnahmen für die Kinderbetreuung

Ausgenommen sind Kinder, deren Eltern in Schlüsselpositionen arbeiten. Also beispielsweise im Gesundheitswesen, zuständig für die öffentliche Ordnung und Infrastruktur oder auch im Lebensmittelhandel. „Die Notwendigkeit der Betreuung von Kindern der unentbehrlichen Schlüsselpersonen ist der betreffenden Gemeinschaftseinrichtung durch schriftliche Bestätigung des jeweiligen Arbeitgebers oder Dienstherrn oder bei Selbstständigen durch schriftliche Eigenauskunft nachzuweisen“, erklärt der Altmarkkreis.

Nicht davon betroffen sind Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Förderbedarf, die auf Betreuung angewiesen sind. Ebenso wenig für Bildungsgänge nach dem Pflegeberufegesetz, dem Altenpflegegesetz und dem Krankenpflegegesetz.