Dambeck l Freude im Salzwedeler Ortsteil Dambeck: In einem denkbar knappen Finale sicherten sich die Dambecker im Rahmen der MDR-Reihe „Mach Dich ran – Kirchenspezial“ den 2. Platz in der Gesamtwertung. Ihr Lohn: 100.000 Euro für den Erhalt der Dambecker Dorfkirche. Am Ende fehlte gar nur ein Punkt zum Hauptgewinn von 200.000 Euro.

Dieser ging nach Ellrich in Thüringen. Über 70.000 Euro und Platz drei konnte sich die Mannschaft aus Canitz in Sachsen freuen. Zu sehen war die Zusammenfassung der abschließende Spielrunde Donnerstagabend im MDR-Fernsehen. Im Finale mussten sich die Teams einer einzigen Aufgabe stellen, doch die hatte es in sich. Es galt, ein ein Kilogramm schweres Brot zu backen. Das klang zunächst wenig spektakulär. Doch die Zutaten gab es nicht im Supermarkt. Eine Ponykutsche lieferte das Getreide an. Nach dem Dreschen von Hand musste die Spreu vom Weizen getrennt werden. Dann ging es in die historische Dannstedter Mühle.

Geschmackstest zum Schluss

Für das Rezept selbst konnten sich die Kandidaten Anregungen aus dem Internet holen. Ein wichtiger Punkt, denn am Ende wartete ein Geschmackstest auf das frische Backwerk. Und der war allein mit den allen gleichermaßen zur Verfügung gestellten Zutaten nicht zu gewinnen. Für die individuelle Note galt es daher, mit zusätzlichen Aufgaben weitere Produkte zu erspielen. Auf sechs Zutaten brachten es die Dambecker und konnten damit die Geschmackswertung für sich entscheiden.

Am Ende fehlte jedoch das zu jedem Spiel gehörende entscheidende Quäntchen Glück. In den Brotproben der Tester fanden sich Rückstände vom Getreide. Heike Thiel, Ulrike Schulz-Wesche, Holger Pasemann und Bert Dieterich sind dennoch mehr als zufrieden mit ihrem Ergebnis.

Geld gibt es bei Siegershow

„Wir werden den Wettbewerb noch lange in guter Erinnerung behalten und freuen uns, einen Beitrag zum Erhalt unserer Kirche geleistet zu haben“, sagte Bert Dieterich. Die Schecks über die Gewinnsumme erhalten die drei Finalisten im Rahmen der Siegershow.

Möglichkeiten zur Verwendung der Summe bietet die aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammende Feldsteinkirche reichlich. Weit oben auf der Wunschliste steht die behutsame Sanierung des Innenputzes zum Erhalt der mittelalterlichen Malereien. Zudem ist die Bekämpfung des Holzwurmes erforderlich und der Fußboden sollte ebenso aufgearbeitet werden wie das Altargestühl.

„Zudem wünscht sich die Gemeinde eine elektronische Glockenanlage sowie die Reparatur der beschädigten Bronzeglocke. Sie soll geschweißt werden und im Anschluss das Geläut der Kirche ergänzen“, sagte Pastor Andreas Henke.