Deba-Prozess: Angeklagter bestreitet weiterhin Brandstiftung

Stendal/Salzwedel (kä) l Elfter Verhandlungstag am Landgerichts Stendal im Prozess um schwere Brandstiftung in Bombeck bei Salzwedel: Der 40-jährige Angeklagte aus dem Raum Kalbe soll im Auftrag von gesondert verfolgten Hintermännern maßgeblich an sieben Brandanschlägen gegen Führungsleute des Salzwedeler Badherstellers Deba im vergangenen Jahr beteiligt gewesen sein.

Das Alibi des Angeklagten bröckelt. Dieser hatte verlauten lassen, dass er im Tatzeitraum aus gesundheitlichen Gründen fahruntüchtig gewesen sei. Da passt es allerdings nicht ins Bild, dass er eine 31-jährige Autofahrerin in Salzwedel mit seinem Audi am Abend des 4. Oktober 2011 mehrfach ausbremste. Sie hatte ihn wegen Nötigung bei der Polizei angezeigt. Das war genau zu dem Zeitpunkt, als das Gebäude in Räber (bei Uelzen) und ein Deba-Firmenwagen im schleswig-holsteinischen Fockbeck mit Brandsätzen attackiert wurden. Der Angeklagte gab zu, das Auto selbst gefahren zu haben.

Am 29. November werden die Eltern des Angeklagten aussagen. Sie sollen ihm ein Alibi für jenen Tag im Juli 2011 geben, an dem der Brandanschlag in Bombeck verübt wurde.