Salzwedel (me) l Unter dem Motto „We’ll come united – Für das Recht auf soziale Rechte“ startet am Sonnabend, 5. September, eine Demonstration in Salzwedel. Sie ist Teil der Antirassismustage, die vom Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel, der Solidarischen Provinz Wendland-Altmark und dem Verein eXchange organisiert werden. Dabei gehe es darum, auf die Situation von Geflüchteten in Salzwedel und international aufmerksam zu machen.

Ein weiteres Thema ist Rassismus im Alltag und in der Gesellschaft. Er sei in Ämtern und Behörden, bei der Polizei, bei der Wohnungssuche, in der Schule und am Arbeitsplatz zu finden, schreibt das Bündnis Solidarisches Salzwedel in einer Pressemitteilung. Bereits am Donnerstag, 3., und Freitag, 4. September finden dazu Informationsveranstaltungen im eXchange an der Altperverstraße 7 statt.

Geflüchtete kommen zu Wort

Einen Tag später soll es dann bei der Demo sowohl am Start- als auch am Endpunkt Redebeiträge von Geflüchteten, Unterstützern und Vertretern von Organisationen sowie ein Musikprogramm geben. Angemeldet hat sie Cathleen Hoffmann. Eine Forderung, die sie und ihre Mitstreiter für den Altmarkkreis stellen: Geflüchtete sollten in absehbarer nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, sondern dezentral in Wohnungen. In anderen Orten, wie zum Beispiel in der Stadt Dessau, sei das bereits fast vollständig gelungen.

Gestartet wird an der Gemeinschaftsunterkunft in Salzwedel an der Lüneburger Straße, Endpunkt soll der Kulturhausvorplatz sein. Die genaue Route, die Startzeit und die Bedingungen unter denen gefahrlos demonstriert werden kann, sind noch zu klären und werden rechtzeitig bekanntgegeben. Vorgesehen ist momentan ein Zeitrahmen von 11 bis 17 Uhr. Vor dem Hintergrund der eskalierten Großdemo in Berlin wollen die Salzwedeler Demonstranten zeigen, dass es auch unter Pandemiebedingungen möglich ist, unter Einhaltung aller erforderlichen Auflagen zu demonstrieren.