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Die Bundesstraße 190 wird im Bereich Arendsee zu einer Baustelle

Wer die Bundesstraße 190 zwischen Arendsee und Salzwedel nutzt, benötigt im Mai etwas mehr Zeit. Denn in Binde wird eine neue Asphaltdeckschicht aufgetragen.

Von Christian Ziems
Auf der Bundesstraße 190 gilt innerhalb von Binde Tempo 30. Das Einhalten wird von der Polizei ab und an kontrolliert. Ab der nächsten Woche stehen in dem Arendseer Ortsteil Bauarbeiten auf der Fahrbahn an. Foto: Christian Ziems

Arendsee/Binde. Die Bundesstraße 190 dient derzeit zwischen Arendsee und Ritzleben (Abzweig Mechau) als Umleitungsstrecke. Und zwar für einen Teil der Landesstraße 5. Diese wird zwischen Schrampe und Schmarsau bis zur Landesgrenze Niedersachsen inklusive Radweg erneuert. Kraftfahrer, die auf die B190 ausweichen, müssen aber auch dort mit Behinderungen rechnen. Derzeit stehen von Kläden kommend kurz vor Binde Markierungsarbeiten an. Dafür wurde die erlaubte Geschwindigkeit stückweise auf bis zu Tempo 30 herunter gesetzt.

Bauarbeiten ab der kommenden Woche

Verkehrsteilnehmer müssen dieses Limit direkt in Binde bereits seit einigen Jahren beachten. Der Grund ist der schlechte Straßenzustand und die Leitungen darunter. Diese sind in die Jahre gekommen und könnten durch Vibrationen stark beschädigt werden. Mit einer baulich besseren Fahrbahn soll dies verändert werden. Einige Arbeiten erfolgten bereits 2020. Sie konnten aber auf Grund des Winters nicht abgeschlossen werden. Nun soll es ab dem 3. Mai weiter gehen. Wie Andreas Tempelhof, Pressereferent beim Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, auf Nachfrage informiert, wird eine zweite dünne Asphaltdeckschicht aufgetragen.

Während der Tätigkeiten, die bis zum 21. Mai andauern sollen, werden an drei Tagen Ampeln eingesetzt. Denn dann kann die Fahrbahn nur einseitig genutzt werden. Wann ganz genau dies innerhalb des gesteckten Zeitrahmens geschieht, steht noch nicht fest. Dies hänge davon ab, wann die benötigte Baumaschine, ein Fertiger, für die Ortsdurchfahrt Binde zur Verfügung stehe. In dem Dorf gibt es weitere Arbeiten. So werden seit einiger Zeit im Auftrag des Zweckverbandes Breitband Altmark Leitungen für ein schnelles Internet verlegt.

Bis zur vollständigen Sanierung dauert es noch

Was die B190 betrifft, soll mit den erneuten Tätigkeiten dann erstmal Schluss sein. Der grundhafte Ausbau wird in diesem Jahr erstmal geplant – gemeinsam mit der Einheitsgemeinde Arendsee. Die ist für die Nebenanlagen verantwortlich. Bis zur vollständigen Sanierung werden aber wohl noch Jahre vergehen.

So lange hat Tempo 30 eventuell nicht Bestand und die erlaubte Geschwindigkeit könnte wieder auf 50 Stundenkilometer erhöht werden. So ist es in anderen Ortschaften üblich. Wie Andreas Tempelhof erklärte, soll es im Anschluss an die im Mai geplanten Arbeiten eine Begehung geben. Daran werden neben der Landesstraßenbaubehörde, Niederlassung Nord, auch Vertreter des Altmarkkreises Salzwedel sowie der Polizei teilnehmen. Gemeinsam soll entschieden werden, ob am Tempo 30 festgehalten wird oder nicht. Entscheidend ist dabei, ob die maroden Leitungen in der Erde künftig besser vor Vibrationen geschützt sind.