Salzwedel l Immer wieder kommt es in den Geschäften der Hansestadt zu Diebstählen. Die Ladendiebe zeigen sich dabei äußerst kreativ. „Es gibt im Grunde zwei Maschen. Einzeltäter sind meist schnell und verschwinden rasch. Es gibt aber auch die arbeitsteilige Variante. Dabei lenkt ein Täter die Mitarbeiter ab, ein anderer versteckt das Diebesgut in Taschen, Mänteln oder Rucksäcken“, erklärt Frank Semisch, Pressebeauftragter des Polizeireviers Altmarkkreis Salzwedel.

Wie die Volksstimme erfuhr, gibt es mittlerweile aber noch gewieftere Diebe. Diese benutzen Taschen, die auch mit einem Kühlakku versehen werden können. „Oben im Deckel gibt es bei diesen Taschen ein seperates Fach. Dort haben wir schon des Öfteren Ware gefunden“, berichtet eine Mitarbeiterin des Spielzeugladens Goyer. Aber auch Ablagen von Kinderwagen seien bei Ladendieben ein beliebtes Versteck.

„Man muss schon wirklich gut aufpassen und eine Beziehung zu den Waren im Laden haben. Denn manchmal wird sogar versucht, die Preisschilder auszutauschen. Wenn man dann nicht genau weiß, dass der Preis nicht stimmen kann, fällt man darauf rein“, sagte die Verkäuferin.

Sichtachsen im Laden schaffen

Frank Semisch rät den Einzelhändlern dazu, Regale so aufzustellen, das Sichtachsen entstehen. „Es sollte gewährleistet sein, dass das Geschäft von der Kasse aus möglichst gut eingesehen werden kann.“

Sollte der Verdacht eines bevorstehenden Diebstahls bestehen, sollte möglichst ein zweiter Mitarbeiter hinzugerufen werden. „Ist man in einem Geschäft allein, muss man natürlich besonders vorsichtig und aufmerksam sein. Muss man die Kasse verlassen, sollte gewährleistet sein, dass diese nicht mit einem Knopfdruck geöffnet und so das Bargeld entwendet werden kann“, erklärt der Polizeisprecher.

Besonderen Schutz sollten laut Semisch auch die Personalräume genießen. Kunden sollten keine Möglichkeit haben, diese zu betreten, um eventuell Wertsachen der Angestellten stehlen zu können. „Ladendiebstahl ist die eine Sache. Immer öfter kommt es aber auch dazu, dass persönliche Sachen der Mitarbeiter entwendet werden“, warnt Frank Semisch.