Arendsee l Seit einigen Wochen liegen insbesondere rund um die Badestelle „Quelle“ etliche Stämme. Sie mussten im Sommer schnell gefällt werden, da sie zur Gefahr wurden. Auf den Abtransport wurde zunächst verzichtet, damit Einheimische und Gäste weiter ungestört den Seeweg sowie die angrenzenden Bereiche nutzen können. Dies geschah in Absprache mit der Stadtverwaltung. Im Herbst wird es ruhiger, die gefällten Bäume sollen nun aus dem Wald. Sie werden mit einem Harvester (Holzvollernter) zerkleinert.

Dieses Gerät ist gerade im Nachbarrevier im Einsatz. Danach ist Arendsee an der Reihe. Los gehen könnte es Ende des Monats beziehungsweise Anfang November. Der zuständige Revierleiter Lothar Büst plant derzeit die Details. Ein Teil der Kronen wurde bereits als Brennholz verkauft. An den großen Stämmen hat die Industrie Interesse. Sie werden über die Forstbetriebsgemeinschaft Priemern, in der die Einheitsgemeinde Mitglied ist, vermarktet.

Verkehrssicherung gewährleisten

Lothar Büst vom Betreuungsforstamt Nordöstliche Altmark hat weitere Arbeitsfelder auf dem Zettel. Auch im Stadtwald, der an der Seehäuser Straße hinter dem Friedhof beginnt und sich in Richtung Genzien erstreckt, besteht Handlungsbedarf. Dort kann die Verkehrssicherung ebenfalls nicht mehr überall gewährleistet werden. Damit Spaziergängern keine Äste auf den Kopf fallen, wird die Kettensäge zum Einsatz kommen. In diesem Bereich bereiten besonders trockene Eichen Sorgen. Die Stämme gilt es, soweit möglich, im Interesse der Stadt zu verkaufen. Ein genauer Termin für die Arbeiten in diesem Stadtwald steht noch aus. Es soll aber im Zuge der Tätigkeiten am Seeufer erfolgen.

Dort fällt auf: Auch Bäume die relativ nahe an der Wasserkante stehen, haben mit Trockenheit zu kämpfen. Dies betrifft vor allem ältere Gehölze, wie Lothar Büst weiß. Denn sie waren über Jahre und Jahrzehnte an einen einigermaßen konstanten Wasserstand im Boden gewöhnt. Die Wurzeln reichen dementsprechend nicht so tief. Junge Bäume haben es einfacher, sich an die durchgetrocknete Erde zu gewöhnen und versuchen, die Veränderung mit einem verstärkten Wurzelwachstum auszugleichen. Lücken im Wald werden weiter entstehen. In die Stadtflächen sollen junge Bäume gepflanzt werden. Der Plan: Das Betreuungsforstamt will dafür Fördermittel beantragen. Zunächst gilt es aber, mit der Kommune weitere Absprachen zu tätigen.

Auch neben Wasserwerk wird die Säge angesetzt

Gesprochen wurde bereits über einen weiteren kommunalen Wald, der sich ebenfalls im Stadtgebiet befindet. Dieser erstreckt sich von der Salzwedeler Straße in Richtung Bahndamm. Ein Teil gehört der Kommune, ein anderes Stück dem Wasserverband Stendal-Osterburg, der dort ein Wasserwerk betreibt. Zusammen mit den Forstexperten wurde entschieden: Einige Bäume haben keine Überlebenschance mehr und müssen weichen.

Während der anstehenden Arbeiten in den drei Stadtwäldern kann es zum Teil zu Einschränkungen auf Wegen und Straßen kommen. Über die Details wird vorher informiert.