Salzwedel l Harald Wick ist Rentner, aber immer noch voller Tatendrang. Gemeinsam mit Friedrich Kayser betreibt er an der Uelzener Straße in Salzwedel den Edeka-Markt „nah und gut“ seit dem Jahr 1993. Die nah-und-gut-Märkte werden von selbstständigen Kaufleuten betrieben und sichern als Sortimentsanbieter die Nahversorgung in der Stadt und auf dem Land. Entsprechend der Verkaufsfläche wird ein Sortiment von bis zu 8000 Artikeln des täglichen Bedarfs angeboten. An der Uelzener Straße verfügt der Markt über rund 420 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Noch sind die Regale zwar voll, aber nicht mehr lange. Bei dem Brand vor rund zwei Wochen, der aufgrund eines technischen Defekts ausgebrochen war, waren Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Salzwedel, Pretzier und Gerstedt im Einsatz. Damit der Rauch entweichen konnte, musste im Eingangsbereich die Scheibe einer Tür eingeschlagen werden. Durch den Schwelbrand ist die ganze Halle verrußt worden. Deshalb muss die komplette Ware entsorgt und der Bestand an Waren erneuert werden. Danach steht eine umfangreiche Generalreinigung an, um den Laden – die Halle steht bereits seit 1974 – wieder auf Vordermann zu bringen. Insgesamt beziffert Wick den entstandenen Sachschaden auf rund 120.000 bis 140.000 Euro.

Dass er den Markt aber wieder öffnen wird, das stand für ihn nie zur Diskussion. Zahlreiche Kunden hatten inzwischen bei ihm angefragt, ob und wann der Laden wieder geöffnet wird. Schließlich dient der Markt der Grundversorgung für viele Menschen, denen der Weg ins Zentrum Salzwedels zu anderen Discountern einfach zu weit ist.

„Der Kunde entscheidet, welchen Laden er unterstützt“, berichtet Harald Wick auf Anfrage der Volksstimme, der sich auch über eine große Zahl von Stammkunden freut. Seine Frau betreibt übrigens an der Burgstraße in Salzwedel einen kleinen Gemüseladen – und zwar schon seit dem Jahre 1992.