Salzwedel l 120 Kilogramm Sprengstoff befinden sich im Inneren der Fliegerbombe, die neben der Baugrube auf dem Boden liegt. Wäre sie auf dem Boden detoniert hätte sie eine gewaltige Druckwelle ausgelöst, die Splitter wären mehrere hundert Meter weit geflogen, erklärt André Römmer, Truppführer beim Kampfmittelbeseitigungsdienst. Er hat mit Hilfe von Zangen die Zünder entfernt, die in einer Kiste abtransportiert werden. Die Bombe selbst wird in einen Zerlegebetrieb für Kampfmittel in Hottendorf gebracht.

Verschiedene Zünder

Sie war mit mechanischen Zündern ausgestattet, was eine Entschärfung, wie sie am 31. Januar in Salzwedel erfolgt ist, überhaupt möglich macht. Hätte sie chemisch-mechanische Langzeitzünder gehabt, wären entsprechende Geräte und mehr Sicherheitsmaßnahmen erforderlich gewesen.

Ungefährlich war die Aktion aber nicht. „Es war schon sehr knifflig, wir haben nur den Kopf gesehen, sie hat extrem in Schlamm und Wasser gesteckt“, schätzt André Römmer ein. Trotzdem sei es gelungen, die Zündkette vom Detonator zu trennen und rauszunehmen. Auch wenn die Experten große Erfahrung haben, eine gefährliche Situation. Da bleibe nur, ruhig, sachlich und konzentriert vorzugehen, sagt Römmer mit einem erleichterten Lächeln.

Wäre ein Entschärfen nicht möglich gewesen, käme eine Sprengung vor Ort in Frage oder ein gesicherter Transport, um den Blindgänger woanders zu sprengen.