Ziemendorf  l 62 Wanderer aus nah und fern waren am Wochenende bei der geführten Wanderung am Grünen Band bei Ziemendorf dabei. Sie gingen mit sach- und fachkundiger Leitung auf Spurensuche im altmärkischen Sand rund um die Wirlspitze: Antje Weber und Julia Kamp vom Wolfskompetenzzentrum Iden wurden begleitet von Franziska Bethge von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) als Projektbearbeiterin Grünes Band.

Interessant war für alle, von der Entwicklung des sogenannten Offenlandkorridors, der Wiederherstellung und dem Erhalt der Zwergstrauchheide nördlich der Wirlspitze, schon im Landkreis Stendal gelegen, zu hören und sich die Arbeitsergebnisse vor Ort anzuschauen.

Öfter Spuren gesichtet

Auch Jürgen Starck vom Grünen Band Altmark, der über das Nationale Naturmonument berichtete, nahm an der Tour teil. Er hat bei seinen vielen Kontrollgängen und Projekten an der Wirlspitze schon oft Wolfsspuren gesichtet. Die interessierten Gäste erfuhren viel über das Verhalten des Wolfes, über Wolfsgeschichten, aber auch Vorurteile und neueste naturwissenschaftliche Erkenntnisse.

Bilder

Spannend war dann das Finden und Lesen von Wolfsfährtenbildern. Direkt an der Wirlspitze machten die Teilnehmer eine gut erkennbare Wolfsfährte aus, die von Antje Weber und Julia Kamp erklärt und zudem für die dokumentarische Erfassung vermessen wurde. Außerdem entdeckten die Wanderer weitere Trittsiegel des Wolfes und erfuhren von der Struktur des Fußabdrucks. An mehreren Stellen fanden sie sogar typische Wolfslosungen, die ebenfalls sachkundig vermessen und zerlegt wurden.

Erlebnis für Kinder

Nach etwa drei Stunden endete die für alle und besonders für die Kinder sehr erlebnisreiche Entdeckertour im Lebensraum des niedersächsischen Wolfsrudels im Grünen Band um den markanten Grenzrichtungspunkt Wirlspitze.