Moderne und ausgefeilte Technik

Feuerwehr Arendsee: Russischer Kamaz ab sofort im Altmarkkreis im Einsatz

Das neue Tanklöschfahrzeug „Florian 22“ ist offiziell in Dienst gestellt. Die Arendseer Kameraden feierten mit Gästen aus Nachbarwehren die Übergabe. Der Tanker Kamaz aus Russland ist nun neben Fahrzeugen aus der BRD und ehemaligen DDR im Einsatz.

Von Helga Räßler 09.08.2021, 04:20
Arendsees Ortswehrleiter (von links) ließ das Fahnenkommando - Steven Schnüber, Thomas Köhrich und Manuel Rodenberg- nach der offiziellen Indienststellung des neuen Löschtankers Kamaz und auf Befehl von Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze wegtreten.
Arendsees Ortswehrleiter (von links) ließ das Fahnenkommando - Steven Schnüber, Thomas Köhrich und Manuel Rodenberg- nach der offiziellen Indienststellung des neuen Löschtankers Kamaz und auf Befehl von Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze wegtreten. Foto: Helga Räßler

Arendsee - Kurz und knapp ging in Arendsee kürzlich der offizielle Akt der Indienststellung des neuen Tanklöschfahrzeugs TLF 24/50 namens „Florian 22 Arendsee“ über die Bühne. Auch die Reden der Verantwortlichen blieben im kurz bemessenen Zeitlimit, bevor es ans Feiern mit den Gästen bei Freibier und Bratwurst vom Grill auf dem Vorplatz des Gerätehauses am Dessauer Worth ging.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Arendsee traten in Reih und Glied an, Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze gab die Befehle und Ortswehrchef Robert Katke ließ das Fahnenkommando aufmarschieren. „Großer Dank für die heute mögliche Autoübergabe gilt Hans-Joachim Hinze, der seit 2019 auf Recherche nach dem neuen Löschtanker war“, erklärte Bürgermeister Norman Klebe. Im Frühjahr sei er fündig geworden. Im Juli dieses Jahres konnte der aus Russland stammende und in Polen aufgebaute Löschtanker Kamaz abgeholt werden. „Damit kann der Fahrzeugpark der Wehr erweitert werden“, betonte er.

Für die moderne ausgefeilte Technik an Bord ist das ein sehr guter Preis.

Arendsees Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze

Hinze selbst merkte stolz an, dass der Kamaz das erste Fahrzeug in dieser Größenordnung sei, dass in der Einheitsgemeinde den Dienst aufnehme. Es sei wichtig, dass der Bestand weiter erneuert werde. „Die 40 Einsatzfahrzeuge haben ein Durchschnittsalter von 22/23 Jahren“, schätzte er ein. Das gebe zu denken. „Dass die Kameraden trotzdem einsatzbereit sind und die Technik in Schuss halten, ist um so höher anzuerkennen“, lobte er.

Der neue Kamaz sei mit Finanzmitteln der Kommune in Höhe von rund 270.000 Euro angeschafft worden. Das Geld wurde über mehrere Jahre angespart. „Aber für die moderne ausgefeilte Technik an Bord ist das ein sehr guter Preis“, machte Hinze deutlich. Ein Wassertank mit 6000 Litern Fassungsvermögen, ein Wendestrahlrohr auf dem Dach und ein 320 PS-Motor sind nur einige der bemerkenswerten Eckdaten. Tempo 80 beim Fahren ist möglich.

Maschinist Udo Lahmann (oben von links) präsentierte den Fleetmarker Kameraden Dirk Meyer und Martin Hartmann  sowie Bürgermeister Norman Klebe des Wendestrahlrohr.
Maschinist Udo Lahmann (oben von links) präsentierte den Fleetmarker Kameraden Dirk Meyer und Martin Hartmann sowie Bürgermeister Norman Klebe des Wendestrahlrohr.
Foto: Helga Räßler

Nicht nur die Kameraden der Nachbarwehren begutachteten die Ausstattung des Tankers, sondern auch Einwohner der Seestadt. Neugierig schauten auch einige Kinder vorbei, in der Mehrzahl der Nachwuchs der Freiwilligen.

Der Kamaz ersetzt übrigens endlich den Mercedes-Tanker, den die Arendseer der Fleetmarker Wehr 2018 überließ. Deren Auto war bei einem Unfall auf der B 190 nach einem Reifenplatzer Schrott. In liebevoller Aufbauarbeit machten die Arendseer Feuerwehrmänner den alten in Schrampe ausgemusterten W 50 wieder flott.