Arendsee l Der erste Einsatz 2021 für die Feuerwehr in Arendsee ließ nicht lange auf sich warten: An der Lindenstraße brannte ein Bungalow vollständig ab. Die Freiwillige Feuerwehr des Luftkurortes wurde in der Nacht zu Sonnabend (2. Januar) um 3.43 Uhr alarmiert. Doch das Gebäude musste schon einige Zeit vorher in Brand geraten sein. Denn als die Freiwilligen wenigen Minuten nach dem Alarm vor Ort waren, loderten die Flammen bereits aus allen Seiten des kleinen Gebäudes.

Bungalow nicht mehr zu retten

Das Objekt stand auf dem städtischen Campingplatz. Dieser ist derzeit nicht nur wegen der Corona-Krise leer. Im Winter halten sich dort generell nur sehr wenige Menschen auf. Darum wurde das Feuer wohl erst spät bemerkt. Es brannte direkt am Campingplatz-Zaun gegenüber dem Strandbad nahe der Fußgänger-Ampel am Ortsausgang.

Die Kameraden bekamen Unterstützung von weiteren Ehrenamtlichen aus den umliegenden Orten. Und zwar aus Kläden, Schrampe und Zießau. Insgesamt 34 Feuerwehrleute rückten mit sieben Fahrzeugen an. Der Bungalow war nicht mehr zu retten. Den Freiwilligen gelang es aber unter der Leitung von Arendsees Ortsfeuerwehrchef Robert Katke umliegende Gebäude zu schützen. Ein Rettungswagen der Johanniter wurde ebenfalls alarmiert. Und zwar aus Gründen der Vorsicht. Denn zunächst war ein Wohnungsbrand gemeldet. Zudem musste geklärt werden, ob sich noch eine oder mehrere Personen in dem Bungalow befinden. Dies war nicht der Fall. Die Johanniter-Kräfte konnten nach kurzer Zeit wieder abrücken. Etwas länger dauerte die Arbeit für die Feuerwehren. Sie löschten so lange bis von dem Objekt keine Gefahr mehr ausging.

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Da sich das kleine Gebäude direkt an der Lindenstraße befand konnte direkt von der befestigten Fahrbahn aus agiert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Noch ist unklar, was den Brand ausgelöst hat.

Wasserleitung hielt Belastungen nicht stand

Zunächst stand das Bekämpfen der Flammen im Vordergrund. Dafür wurde Wasser aus der Leitung an der Straße gezogen. Doch die Konstruktion hielt den Belastungen auf Dauer nicht stand. So, das es für die Arendseer Feuerwehr am Sonnabend um 5.45 Uhr gleich im Anschluss zu einem zweiten Einsatz kam. Diesmal war kein Feuer sondern das Wasser das Problem. Dieses sprudelte aus der geborstenen Leitung die Lindenstraße entlang. Zwischenzeitlich wurde befürchtet, die Strandgaststätte könnte überflutet werden. Die Freiwilligen versuchten mit Brettern das Wasser umzuleiten. Die Gaststätte nahm keinen Schaden. Da Menge und Druck sehr hoch waren, konnte das nasse Element aber kaum unter Kontrolle gehalten werden.

Fachleute des Wasserverbandes Stendal-Osterburg rückten an. Sie schieberten die Lindenstraße ab. Somit konnte kein Wasser mehr in die gebrochene Leitung und auf die Fahrbahn gelangen. Der Schaden muss nun erstmal behoben werden, damit die Konstruktion wieder nutzbar ist.